Category Archives: Musik

Reise fertig, und doch noch nicht nach Hause…

427 Tage lang war ich unterwegs, habe knapp 26’000km mit dem Auto zurückgelegt, neun Länder besucht, aber trotz geplanter Weltreise habe ich es nicht über den Südamerikanischen Kontinent hinausgeschafft. Im Gegenteil, ich habe ich buchstäblich in den Kontinent, die Kultur und die Menschen hier verliebt. Ganz besonders in eine wahnsinnig hübsche, intelligente und liebenswerte Frau namens Fernanda.

Auf jeden Fall bleibe ich bis auf weiteres mit ihr in Buenos Aires. Die Überraschung war übrigens ein voller Erfolg 😉 Sie machte sich schon Gedanken ich würde gar nicht mehr zurückkomen. Jetzt bin ich wieder in der Grossstadt, voller Energie, Liebe und vielen Ideen was ich hier mit meiner Zeit anfangen und hoffentlich sogar zu Geld machen könnte. Nun werde ich mal klären, wie realistisch meine Möglichkeiten hier sind und wie sich meine vielen Ideen umsetzen lassen. Es hat für alle was dabei; Musiker, Reisende und daheimgebliebene.

In Zukunft wird es hier im Blog also wieder eher allgemeine und technische Beiträge geben. Natürlich werde ich auch über mein Leben in Buenos Aires berichten.

bleibt am Ball.

Zürich – London – Sao Paulo – Buenos Aires

Der Abschied fiel schwer, sehr schwer. Meine Mama brachte mich in Zürich zum Flughafen und Marie begleitete uns. Mir machte noch immer die kurze Nacht von Freitag auf Samstag zu schaffen. Ich traf noch ein paar Freunde zu einem letzten gemeinsamen Abschiedstrunk im Revier. Unter Tränen und mit vielen Drinks habe ich mich von all meinen Freunden verabschiedet. Und nach etwa 3 Stunden Schlaf musste ich mich bereits wieder mühsam aus dem Schlaf kämpfen. Nachdem ich die Passkontrolle hinter mir hatte ging es mir allerdings entscheidend besser.

London ist irgendwie schräg. So richtige Freunde wurden die Stadt an der Themse und ich bis zuletzt nicht. Der öffentliche Verkehr ist völlig überlastet und extrem teuer. Ziemlich teuer war auch die Unterkunft im Generator Hostel in der Nähe vom Russell Square. Vom Essen mag ich lieber gar nicht erzählen. Es war gelinde gesagt widerlich.

Meine Ankunft versüsst und meine Einsamkeit gelindert hat Julie, die seit etwa zwei Jahren in London lebt. Wir haben uns zu einer Tasse Tee verabredet und uns etwas die Stadt angeschaut. London ist einfach riesig, aber sobald man versteht wie die U-Bahn, the Tube, funktioniert kommt man ziemlich schnell vorwärts. Allerdings sind die Wagen oft überfüllt. Ich hab mir sagen lassen, dass der durchschnittliche Londoner etwa eine Stunde Arbeitsweg hat, und man am morgen gut und gerne bis zum dritten Zug warten muss, bis man sich einen Platz ergattert. Die Gratis Zeitung titelte: “Overfilled tube turns Londoners into selfish animals”.

Ausserdem habe ich natürlich John getroffen, unseren ersten Couchsurfing Gast der von St. Louis mittlerweile nach London gezogen ist. Er hatte zwar wenig Zeit, aber trotzdem trug er einen guten Teil dazu bei, mich auf Moneygram point meine bevorstehende Reise vorzubereiten. Er empfahl mir, möglichst viele Couchsurfing Meetings zu besuchen und neue Kontakte zu knüpfen.

Am Montag Abend spielte Melanie Pain im Jazz Cafe in Camden Town. Da ich mir bereits im voraus einen Tischplatz auf dem Balkon reserviert hatte, konnte ich das Konzert mit erstklassiger Sicht auf die Bühne geniessen. So etwas wie das Jazz Cafe bräuchte es auch in Zürich. Ich war erstaunt, dass auch Rhazel oder Tori Amos dort spielen. Die Location ist zwar klein, aber sehr hübsch. Es gibt eine kleine Bühne, mehrere kleine Bars und einen Balkon mit Esstischen und Sofas. Kostet zwar eine Kleinigkeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Heute hab ich mir noch die obligatorischen Sehenswürdigkeiten Londons angeschaut. Das Parlamentsgebäude mit dem Big Ben, den Buckingham Palace und die Themse mit dem Eye of London und nicht zu vergessen den Camdon Town Market. Der “Change of the Guards” fand genau heute nicht statt, aber an diese Zeremonie mag ich mich noch erinnern, als wir vor etwa 10 Jahren mit den Eltern in London waren. Der Park vor dem Buckingham Palace war dafür voll von zutraulichen Eichhörnchen, Pelikanen und natürlich haufenweise Tauben.

Vor dem Abflug gabs noch einen Kaffee mit John, bevor ich mich zum Londoner Heathrow Airport begab wo ich jetzt für ein letztes teures Bier meine letzten Pounds ausgegeben habe. In 5 Minuten gehts zum Check in und in etwa 22 Stunden wartet Buenos Aires auf mich…

Buenos Aires

Der Flug nach Sao Paulo war eine Tortur. Hinter mir sass ein kleines Mädchen, das ich nach ein paar Stunden am liebsten draussen auf die Tragfläche des Flügels gesetzt hätte. Die ganze Zeit hat die rumgestänkert, mir von hinten in den Sitz getreten und mir so den Schlaf geraubt. Das Essen war natürlich miserabel, aber ich Vergleich zu London eigentlich ganz Okay 😉

In Sao Paulo hatte ich 8 Stunden auf den Anschlussflieger zu warten. Das Unterschätzt man relativ schnell. Im Prinzip heisst das einen ganzen Arbeitstag lang einfach nur warten. Essen und Trinken wird einem natürlich nur zu astronomischen Preisen verkauft und – ganz genau – das Essen war scheusslich. Immerhin stellte sich schnell heraus, dass ich nicht ganz der Einzige war, der auf seinen Anschlussflug warten musste und so konnte ich die Zeit gemeinsam mit Nora aus Deutschland totschlagen. Sie fährt für ein paar Wochen nach Buenos Aires und besucht ihren Bruder, der dort seit ein paar Jahren lebt. Wir sehen uns bestimmt mal noch auf ein Bier.

Nach gefühlten 4 Tagen am Flughafen in Sao Paulo konnten wir endlich an Bord gehen und nach gut zwei Stunden tauchte die Mega Metropole Buenos Aires unter uns am Boden aus. Aus der Luft sieht man erst wie riesengross diese Stadt ist. Hier Leben etwa doppelt so viele Menschen in einer Stadt wie in der Schweiz im ganzen Land!!

Zusammen mit Jonathan aus Deutschland, meinem potenziellen Reisepartner für die nächste Zeit, ging es gleich raus in die Stadt. Er ist bereits seit Sonntag hier und kennt sich bereits etwas aus. Mit der Subte (U-Bahn) gingen wir nach Palermo – das Ausgehviertel – auf ein paar Bier und Drinks. Alles ist unglaublich günstig und die Menschen sind ausserordentlich freundlich und gut gelaunt. Ziemlich gut getränkt kamen wir mitten in der Nacht zurück ins Hostel. Und da hatte ich etwa eine ganze Menge Schlaf aufzuholen.

Alles in Allem ein echt gelungener Start! Ich schlaf jetzt erst mal noch einen Tag lang….

Geburtstag mit Rodrigo y Gabriela (noch 9 Tage)

Das war ein Tag gestern! 😀

Zuerst der Einstieg in den Geburtstag um Mitternacht bei Martin in der neuen Wohnung mit einem leckeren Bierchen und einer herzlichen Gratulation. Danach ging es gleich weiter noch kurz ins Mascotte ans Karaoke from Hell.

Am morgen im Büro wurde ich mit einem schönen Blumenstrauss beschenkt und wurde dann unter einem Vorwand in die Cafeteria gelockt, wo man mir Kuchen und Geschenke übergeben hat. Das ganze wurde dann sogar noch mit einem Schluck Limoncello begossen 😎

Meine lieben Mitarbeiter haben gesammelt und gespendet und haben mir eine Digitalkamera geschenkt! Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer brandneuen Canon Powershot G11 inklusive einem Gorillapod Stativ, einer Tasche und einer schnellen 16GB Speicherkarte! Ich freue mich riesig über das tolle Geschenk! Die Kamera ist einfach super! Sie nimmt im automatischen Modus schon sehr gute Bilder auf, und mit den manuellen Einstellungen ist so ziemlich alles möglich, was das Fotografenherz begehrt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an all die lieben Leute aus dem Büro.

Nach der Arbeit ging es dann sofort mit dem Auto nach Lausanne. Die Fahrt dauerte über 2 Stunden und die veraltete GPS Software wusste offenbar noch nichts von der neuen Autobahn zwischen Bern und Lausanne was dazu führte dass wir ab Bern ziemlich an jeder Ausfahrt ein “Bitte wenden” anhören mussten.
Immerhin kannte sich die Frau im GPS in Lausanne einigermassen aus und führte uns auf direktem Weg zu der Konzert Location Les Docks. Die Vorband (kann man einen einzelnen Artisten Vorband nennen?) war bereits voll im Element. Wallis Bird aus Irland hat echt was drauf! Aber natürlich warteten alle im Saal auf Rodrigo y Gabriela. Auch Jilly, eine ehemalige Arbeitskollegin bei der IBM war dort. Der Tag war einfach perfekt!

Die beiden haben viele Songs vom neuen Album 11:11 gespielt, aber natürlich wurden auch die altbekannten Songs wie Orion oder Tamacun zum besten gegeben.
Es war wirklich ein gelungener Abend und irgendwie die Krönung hier in der Schweiz vor meiner Abreise, die immer näher rückt. Auf der Heimfahrt hat es uns allerdings geblitzdingst, weil wir etwas zu schnell unterwegs waren, aber das war ja bereits nach Mitternacht und konnte meinen Gaburtstag somit auch nicht trüben. Und wenn ich den Ausweis abgeben müsste… so what? Das interessiert in Südamerika wohl niemanden 😎

Sonnenfinsternis & Goa auf der Osterinsel?

Als ich gestern auf einer Party von meiner Reise und der Osterinsel erzählt habe, hat mir jemand erzählt, dass 2010, während einer totalen Sonnenfinsternis, eine Goa Party auf der Osterinsel stattfinden soll. Zum Glück ist mir das heute wieder eingefallen und nach etwas sonntäglichem Guten-Morgen-Googlen hat sich das tatsächlich bestätigt! 😀

Am 11. Juli 2010 findet eine totale Sonnenfinsternis im Pazifik statt und die Osterinsel liegt mitten im Kernschatten!

In der totalen Zone liegen die zu Polynesien gehörenden Atolle Hikueru und Amanu, zudem liegt die Osterinsel auf dem Pfad des Kernschattens. Dort beträgt die Totalität 4 Minuten und 44 Sekunden, wobei der 186 Kilometer breite Kernschatten die ganze Insel erfasst.

Die gemeinte Party war natürlich auch schnell gefunden. Und zwar findet vom 7. bis zum 13. Juli die Honu Eclipse statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 2000 Leute begrenzt und ein Ticket kostet mindestens 500$.

Das ist dann aber sauviel Geld für einen Weltenbummler wie mich. Andererseits ist das Erlebnis an und für sich natürlich unbezahlbar. Pazifikfeeling auf der Legendären Osterinsel, eine Sonnenfinsternis am Abgelegensten Ort der Welt, eine Woche Goa Party und gute Stimmung… Und wenn man bedenkt, dass man vom 1. bis zum 13. Juli auf dem Festivalgelände Campen kann ist der Preis gar nicht so übel. In der Schweiz kostet ein 3 Tägiges Openair schliesslich auch schon knapp 200 Franken.

Noch während ich das hier schreibe, habe ich mich auch schon entschieden und mir für 100$ ein Ticket Reserviert. Bis Februar ist der Rest fällig. Ich freu mich schonmal riesig! 😀

mehr über den Plan

Geburtstag mit Rodrigo y Gabriela

Heute kam endlich das ersehnte Mail von rodgab.com mit den neuen Tourdaten. Zu meiner Freude hab ich festgestellt, dass sie an meinem Geburtstag in Lausanne spielen! Wie geil ist das denn?!? 😀 Und das zwei Wochen vor meiner Abreise! Wohooo

Nur hab ich Unterstützung bei der Bestellung der Tickets gebraucht, da es die Seite von FNAC ausschliesslich in Französisch gibt… zum Glück gibts bei uns Fremdsprachiges Personal…