Category Archives: Ecuador

Karibische Festtage in Kolumbien

Noch ein letztes mal in diesem Jahr gibt es news aus Südamerika, diesmal aus Kolumbien. Nach einem kurzen Zwischenstop bei Graham in Ibarra ging es endlich ab nach “Locombia”. Schon an der Grenze hab ich wieder die Franzosen getroffen. Die erste Nacht verbrachten wir an der Laguna de la Cocha in der Nähe von Pasto. Danach fuhren wir über Popayan nach Cali und dann nach Salento. Da haben wir dann auch mal wieder einen Tag Pause eingelegt, bevor es dann endlich nach Bogota ging. Durch die starken Regenfälle ist halb Kolumbien unter Wasser und viele Strassen sind weggespült oder sind quasi jetzt per Boot befahrbar. Entsprechend lange brauchten wir bis nach Bogota
In Bogota gabs verschiedenste Wiedersehen wie zum Beispiel mit Victor aus Chile, Tom aus Frankreich und Lisa aus England, die ich alle schon in Bolivien getroffen habe, Frikkyo und Anna aus Italien mit dem Reisebus und dann nochmals mit Dani, Matthias und Kendra, mit denen ich in Ecuador eine super Zeit hatte. Nach ein paar Tagen im Hostel, einem Ausflug auf den Monserrate, sozusagen dem Üetliberg von Bogota und einem Besuch im Goldmuesum hatte ich von der Stadt wieder die Schnauze voll und bin nach Villa de la Leyva weitergefahren. Da gabs ein paar gemütliche Tage auf dem Land, bevor es dann über Bucaramanga richtung Karibikküste hoch ging. Eigentlich wollten wir via Valledupar auf die Halbinsel La Guajira fahren, da aber irgendwo wieder eine Brücke weggeschwemmt wurde, mussten wir alles wieder zurückfahren und via Bosconia nach Santa Marta fahren. Da haben wir uns natürlich in Taganga ein Plätzchen gesucht und sind im Ocean Reef Hostel fündig geworden. Sicherer Platz mit Strom, Wasser, Internet und Duschen.
Da haben wir Gaston aus Argentinien aufgegabelt und sind nach Palomino gefahren. Unterwegs sind noch die wunderschönen Wasserfälle der Quebrada de Valencia. Gaston haben wir in Palomino gelassen und haben dafür Ima aus Spanien mit nach Riohacha genommen. Und da fing das Abenteuer La Guajira an…
Nachdem uns der Tankwart einen Platz am Meer empfohlen hat haben wir uns auf den Weg nach Mayapu gemacht. Nur hat da die Strasse irgendwann aufgehört und wurde zu einer staubigen Schotterstrasse und etwa 500 Meter weiter hab ich gemerkt wie das Auto vorne schiebt und schon steckten wir in einem ausgetrockneten Flussbett fest, das eben noch nicht so wirklich ausgetrocknet war. Weil es wirklich kein vor und zurück mehr gab haben wir da halt über Nacht gestanden und wurden am nächsten Tag von freundlichen Dorfbewohnern mit einer alten Rostlaube aus dem Dreck gezogen (natürlich gegen Bezahlung).
Weiter ging es nach Uribia wo dann auch die Asphaltierte Strasse nach Cabo de la Vela, unserem erklärten Ziel, ihr Ende nahm. Jetzt standen nur noch etwa 100km auf der Strasse aus Steinen, Staub und Erde auf dem Plan. Gleich am Anfang haben wir noch einen Guatemalteken und zwei Franzosen aufgeladen und sind los. Wir haben 4 Stunden gebraucht aber es dann am Ende des Tages geschafft. Und die Mühe hat sich gelohnt, es war wunderschön und die Sonnenuntergänge sind wirklich eindrücklich.
Zwei Tage später auf dem Rückweg blieb die Karre dann nochmals im Matsch stecken, da haben wir es aber zu sechst mit Mühe und Not wieder ohne Hilfe rausgeschafft. Wir und das Auto waren zwar komplett zugedreckt und geschafft, aber eben diese Erlebnisse sind im Nachhinein die Besten.
Die Franzosen sind jetzt auch schon am Start und morgen fahr ich dahin und wir bereiten die Silvesterparty vor. Neben dem Jahr 2010 gehen auch die Roadtrek Diaries langsam zu Ende. Ich werde das Auto voraussichtlich im Januar verkaufen und was dann kommt, weiss ich auch nicht so genau 😉
frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2011!
Karte

Noch ein letztes mal in diesem Jahr gibt es news aus Südamerika, diesmal aus Kolumbien. Nach einem kurzen Zwischenstop bei Graham in Ibarra ging es endlich ab nach “Locombia”. Schon an der Grenze hab ich wieder die Franzosen getroffen. Die erste Nacht verbrachten wir an der Laguna de la Cocha in der Nähe von Pasto. Danach fuhren wir über Popayan nach Cali und dann nach Salento. Da haben wir dann auch mal wieder einen Tag Pause eingelegt, bevor es dann endlich nach Bogota ging. Durch die starken Regenfälle ist halb Kolumbien unter Wasser und viele Strassen sind weggespült oder sind quasi jetzt per Boot befahrbar. Entsprechend lange brauchten wir bis nach Bogota

In Bogota gabs verschiedenste Wiedersehen wie zum Beispiel mit Victor aus Chile, Tom aus Frankreich und Lisa aus England, die ich alle schon in Bolivien getroffen habe, Frikkyo und Anna aus Italien mit dem Reisebus und dann nochmals mit Dani, Matthias und Kendra, mit denen ich in Ecuador eine super Zeit hatte. Nach ein paar Tagen im Hostel, einem Ausflug auf den Monserrate, sozusagen dem Üetliberg von Bogota und einem Besuch im Goldmuesum hatte ich von der Stadt wieder die Schnauze voll und bin nach Villa de la Leyva weitergefahren. Da gabs ein paar gemütliche Tage auf dem Land, bevor es dann über Bucaramanga richtung Karibikküste hoch ging. Eigentlich wollten wir via Valledupar auf die Halbinsel La Guajira fahren, da aber irgendwo wieder eine Brücke weggeschwemmt wurde, mussten wir alles wieder zurückfahren und via Bosconia nach Santa Marta fahren. Da haben wir uns natürlich in Taganga ein Plätzchen gesucht und sind im Ocean Reef Hostel fündig geworden. Sicherer Platz mit Strom, Wasser, Internet und Duschen.

Da haben wir Gaston aus Argentinien aufgegabelt und sind nach Palomino gefahren. Unterwegs sind noch die wunderschönen Wasserfälle der Quebrada de Valencia. Gaston haben wir in Palomino gelassen und haben dafür Ima aus Spanien mit nach Riohacha genommen. Und da fing das Abenteuer La Guajira an…

Nachdem uns der Tankwart einen Platz am Meer empfohlen hat haben wir uns auf den Weg nach Mayapu gemacht. Nur hat da die Strasse irgendwann aufgehört und wurde zu einer staubigen Schotterstrasse und etwa 500 Meter weiter hab ich gemerkt wie das Auto vorne schiebt und schon steckten wir in einem ausgetrockneten Flussbett fest, das eben noch nicht so wirklich ausgetrocknet war. Weil es wirklich kein vor und zurück mehr gab haben wir da halt über Nacht gestanden und wurden am nächsten Tag von freundlichen Dorfbewohnern mit einer alten Rostlaube aus dem Dreck gezogen (natürlich gegen Bezahlung).

Weiter ging es nach Uribia wo dann auch die Asphaltierte Strasse nach Cabo de la Vela, unserem erklärten Ziel, ihr Ende nahm. Jetzt standen nur noch etwa 100km auf der Strasse aus Steinen, Staub und Erde auf dem Plan. Gleich am Anfang haben wir noch einen Guatemalteken und zwei Franzosen aufgeladen und sind los. Wir haben 4 Stunden gebraucht aber es dann am Ende des Tages geschafft. Und die Mühe hat sich gelohnt, es war wunderschön und die Sonnenuntergänge sind wirklich eindrücklich.

Zwei Tage später auf dem Rückweg blieb die Karre dann nochmals im Matsch stecken, da haben wir es aber zu sechst mit Mühe und Not wieder ohne Hilfe rausgeschafft. Wir und das Auto waren zwar komplett zugedreckt und geschafft, aber eben diese Erlebnisse sind im Nachhinein die Besten.

Die Franzosen sind jetzt auch schon am Start und morgen fahr ich dahin und wir bereiten die Silvesterparty vor. Neben dem Jahr 2010 gehen auch die Roadtrek Diaries langsam zu Ende. Ich werde das Auto voraussichtlich im Januar verkaufen und was dann kommt, weiss ich auch nicht so genau 😉

frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2011!

Das Beste aus einem Jahr Südamerika

Heute vor genau einem Jahr hab ich mein Zuhause verlassen. cosmopolitan.co.uk Aus der geplanten Weltreise wurde eine ausgedehnte Südamerika-Reise. Deshalb hier ein paar Fotos mit den Highlights aus einem Jahr Reisen wie London, Buenos Aires, Iguazu Wasserfälle, die Halbinsel Valdes, Ushuaia, den Perito Moreno Gletscher, den Roadtrip mit Adan, den Salar de Uyuni, Machu Picchu oder die Küste Ecuadors.

Vielen Dank an alle die mich unterstützt und dazu beigetragen haben, dass ich hier ein fantastisches Jahr verbringen konnte. Und es geht noch weiter!!

Strand, Parties und Geburtstag in Ecuador

Nach etwa 20 Tagen in Mancora, Peru war es endlich an der Zeit weiterzufahren. Zusammen mit Celine aus der Schweiz und Antonio aus Spanien sind wir an der Küste nach Hoch an die Ecuadorianische Grenze gefahren. Da wurde mir zum ersten mal mulmig mit meinen falschen Fahrzeugpapieren und Nummernschildern. Als der Zollbeamte die Fahrzeugdaten in den Computer eingegeben hatte, tauchte doch glatt das “alte” Fahrzeug mit den US Schildern in seinem System auf. Nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich das Fahrzeug in Argentinien gekauft habe und es nun in der Schweiz zugelassen sei (haha) wollte er einen Kaufvertrag sehen, und hat dann anstandslos die Daten im System angepasst, sodass das Auto jetzt mit meiner “ZH FCZ 82” Autonummer aufgelistet ist. Als ich gefragt habe, ob ich eine Versicherung brauche, erklärte er mir, dass die sogenannte SOAT Versicherung für Drittschäden obligatorisch sei und ich diese in jeder grösseren Stadt kaufen könne. In Machalla, der nächsten Stadt, haben wir dann zwei Stunden lang versucht eine Versicherung abzuschliessen. Die erste Gesellschaft verkaufe keine SOAT, der zweiten war das Auto Jahrgang ’95 zu alt und die dritte Firma hat zwar versucht das Auto zu versichern, allerdings hat deren Computersystem meine Kombination aus Nummern und Buchstaben nicht akzeptiert, sodass ich irgendwann aufgegeben hab und halt ohne Versicherung weitergefahren bin.
Nachdem wir dann etwa eineinhalb Stunden in Guayaquil die richtige Strasse nach Montañita gesucht und schliesslich gefunden hatten, kamen wir Abends gegen 23.00 an diesem berühmt berüchtigten Surfer Spot an der Küste an. Wir hatten ein paar super Tage in Montañita mit Surfen, frischem Fisch und vielen günstigen Cocktails von Pedritos Bar bevor zuerst Antonio und ein paar Tage später auch Celine weiter nach Quito gefahren sind. Also blieb ich alleine in Montañita und traf dann auch wieder Mark aus den USA an, den ich schon zwei Monate zuvor in Arequipa getroffen habe. Der war zusammen mit einer Gruppe Deutscher unterwegs mit denen ich mich prima verstanden habe. Zusammen haben wir dann mit einem Schamanen eine San-Pedro Session gemacht an einem wunderschönen Platz im Dschungel. Es war zwar nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt habe, aber wir haben uns Stundenlang Löcher in die Bäuche gegröhlt und dann fein in der Hängematte gepennt. Das war wiedermal ein Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde.

Ausserdem habe ich wieder die Gruppe Franzosen getroffen, die ich schon in Trujillo und Mancora gesehen habe. Die Reisen mit einem alten Schulbus und zwei ungebauten Reisecars durch Südamerika und veranstalten Parties. Natürlich haben die auch in Montañita eine wilde Freitag-bis-Sonntag-Party veranstaltet. Es sollte nicht das letzte mal sein, dass ich eine dieser Parties miterlebe.

Zusammen mit Daniel aus Deutschland, der die letzten zwei Jahre in den USA gearbeitet hat habe ich dann Montañita endlich verlassen. Zu viele günstige Drinks und zu viele Parties schlagen irgendwann auf den Kopf und den Rest des Körpers, ganz zu schweigen vom Portemonnaie. Also sind wir zu zweit an der Küste nach nach Norden gefahren um dann nach etwa zwei Stunden den Konvoi der Französischen Partygruppe zu treffen. Da haben wir uns kurzerhand drangehängt und sind so mit insgesamt 5 Fahrzeugen und etwa 20 Leuten nach Canoa gefahren.

Die Gruppe besteht aus Franzosen, Italienern und Engländern und der Plan war am kommenden Wochenende, einem Feiertag wo ganz Ecuador nicht arbeitet und richtig feiert eine weitere Party am Strand zu veranstalten. Da die Polizei und einige Locals aber schwergetan haben uns eine Lizenz für die Party auszustellen haben wir kurzerhand einen Kids-Day veranstaltet und alle Kinder und Eltern eingeladen. Da wurden die Gesichter angemalt und es gab DJ-Kurse, Wettläufe, Sackhüpfen und weitere Spiele. Es war ein unglaubliches Ereignis all die Kinder so glücklich und fröhlich zu sehen und da viele Eltern auch daran teilgenommen haben und sich ein Bild von unserer Gruppe machen konnten, erhielten wir dann auch ohne weiteres eine Lizenz für die Party von Freitag bis Dienstag 😉 gewusst wie…

Wir haben am Strand ein Partyzelt gebaut, eine Bar und eine Feuerpyramide aufgebaut und dann vier Tage und Nächte durchgefeiert. Es gab keine Probleme mit der Polizei und auch nicht mit den meist sturzbetrunkenen locals. Alle hatten eine Super Zeit und das Fest sowie die Spritkosten haben sich so selbst finanziert. Trotzdem haben Dani und ich entschieden, uns gleich nach der Party aus dem Staub zu machen. Zu viel Alkohol, zu wenig Schlaf. Wir haben aber ausgemacht, dass ich mich wieder an die Gruppe ranhänge, sobald ich mich anständig erholen konnte. Ausserdem machen die für Neujahr ein riesen Fest in Santa Marta in Kolumbien, das lass ich mir nicht entgehen.

So sind Daniel und ich weiter nach Baños gefahren, dem Sprungbrett für den ecuadorianischen Dschungel hinter dem Vulkan Tungurahua gelegen und daher mit vielen heissen Quellen und Thermalbädern ausgestattet. Da haben wir jetzt drei schöne Tage verbracht mit Quad Ausflügen, einem Fondue Schmaus in einem Schweizer Restaurant (das beste Käsefondue in Südamerika soweit) und gemütlichem Thermalbaden.

In Quito angekommen ist Daniel ein paar Tage später auch schon wieder mit Matze und Kendra aus Deutschland weiter nach Kolumbien gereist. Da Didi und Susanne grad geschrieben haben, sie seien in Canoa, bin ich für meinen Geburtstag grad auch nochmals zurück ans Meer gefahren. Mit schönem Wetter, ein bisschen Surfen und einer unangenehmen Bekanntschaft mit einer Qualle haben wir dann gemütlich meinen Geburtstag gefeiert, fein gegessen und zwei Flaschen Casillero del Diablo getrunken. Ein absolut gelungener Tag!

Mittlerweile stehe ich wieder in Quito beim Gerd im Hostal Zentrum und fahre nächste Woche dann endlich nach Kolumbien hoch. Ich kann es kaum erwarten, der Regen hier in Quito macht nicht grad immer gute Laune und in Kolumbien soll die Regenzeit ja gleich vorbei sein.