Monthly Archives: December 2009

Puerto Madryn – Peninsula Valdes

Puerto Madryn ist die Hauptstadt des Departamento Biedma in der argentinischen Provinz Chubut. Man sieht sofort, dass die Leute hier vom Tourismus sehr gut Leben können. Viele haben ein eigenes kleines Häuschen, die Strassen sind sauber, und unser Hostel hat das sauberste Badezimmer das ich in Argentinien je gesehen habe. Man kann sogar das Toilettenpapier mit runterspülen (jaa, das ist hier in Argentinien ziemlich selten, normalerweise gibts dazu einen Eimer im Badezimmer). Ausserdem befindet sich hier einer der grössten Aluminiumhersteller von Argentinien. Deshalb ist Puerto Madryn eine der am schnellsten wachsenden Städe in ganz Argentinien

Penisnula Valdés

Die Halbinsel ist seit 1999 ein Unesco Weltnaturerbe und hat eine Fläche von 3625km². Bekannt ist das Rerservat in erster LInie für die grosse Tiervielfalt. Da sind einerseits die Brutstätten für Seelöwen und Magellanpinguine, wie auch die Hauptroute diverser Walarten auf ihrem Weg nach Süden. Wenn man sehr viel Glück hat, kann man an der Ostküste erleben, wie Orcas am Strand Seehunde jagen. Die Chance das mitzuerleben beträgt allerdings in der Hauptsaison etwa 3%. Daneben gibt es eine Art Vogel Strauss, viele Schafe, Kühe und wilde Pferde, Schlangen, patagonische Füchse und Pumas.

Um die Insel zu erkunden haben wir uns heute ein Auto gemietet. Im Hostel haben wir ein Mädel aus England kennengelernt, die noch keine Tour gebucht hat und mit uns mitgekommen ist und sich an den Kosten beteiligt hat. Es war Weltklasse!
Wale haben wir zwar keine gesehen, dafür Seehunde, Pinguine, die Komischen Renn-Vögel und die etwas weniger spektakulären Kühe, Pferde und Schafe. Etwas abseits der Strasse haben wir auch viele Knochen und Schädel gefunden, dessen Besitzer wohl einem Puma über den Weg gelaufen sind.

Auf jeden Fall waren wir viel besser dran, als all die Touris, die eine fixe Tour gebucht haben. Die Insel auf eigene Faus zu erkunden war echt ein Erlebnis. Auf der ganzen Insel gibt es nur Schotterpisten (empfohlene Maximalgeschwindigkeit: 50km/h). Wir sind natürlich viel schneller über die Pisten geheizt, und es hat echt Spass gemacht. Den Gegenverkehr sieht man schon von Weitem, da jedes Fahrzeug eine riesige Staubwolke hinter sich herzieht, die kilometerweit zu sehen ist. Und viel Verkehr ist da sowieso nicht, da die meisten halt eben eine komplett Tour buchen. Und diese Busse, die sieht man eben schon von weitem 🙂

Was allerdings dann echt abenteuerlich war, war die Rückkehr in die Stadt Puerto Madryn. Da gibts kaum Ampeln, die meisten Strassen sind nur in eine Richtung befahrbar, es gibt kaum Schilder und von Verkehrsregeln haben die hier in Argentinien sowieso noch nie etwas gehört (gibts hier eigentlich Rechtsvortritt??). So fährt man halt vorsichtig und schaut halt wos Platz auf der Strasse hat, und zu zweit im Auto, mit vier Augen, geht das eigentlich ziemlich gut. Aber z.B in Buenos Aires würd ich nie im Leben ein Auto fahren wollen. Da ist echt die Hölle los.

Morgen fahren wir mit dem Fiat UNO weiter nach Trelew, wo wir einen Flieger nach Ushuaia haben. Dann wird endlich mal gechillt, und die ganze rum-hetzerei hat ein Ende. Wir haben in den letzten zwei Wochen sicher 5000km zurückgelegt, was mir echt zu viel war. Nach Neujahr gehts viel gemächlicher weiter. Ich will länger an einem Ort bleiben und das ganze gemütlicher angehen.

Weihnachten in Buenos Aires

Nach einer 27 stündigen Busfahrt von Florianópolis sind wir wieder zurück in Buenos Aires. Diesmal haben wir uns im Palermo House einquartiert. Dieses Hostel liegt mitten im Ausgehviertel Palermo und ist zwar etwas versifft, aber irgendwie haben wir uns da sehr wohl gefühlt. Ein richtiges Partyhostel – niemand motzt, weil er länger schlafen will. 24 Stunden lang läuft Musik im Aufenthaltsraum, alle nehmen es entspannt.

Da hab ich doch glatt einen Typen aus New York getroffen, der die Band Dispatch kennt. Das kommt schon sehr selten vor. Und noch besser war, dass er all die Songs auch auf der Gitarre spielen konnte. Also haben wir den ganzen Abend Musik gemacht, gesungen, Wein getrunken und das Leben Leben sein lassen.

Dann stand ja auch schon Weihnachten an. Nachdem ich via Skype noch mit meinen Liebsten zu Hause telefoniert hatte, gabs da im Hostel ein richtiges Asado (BBQ) mit allem drum und dran. Natürlich wieder mit viel Wein, Bier, Gitarrenmusik und nicht zu vergessen meinem mobilen Weihnachtsbaum (guckstu Fotos), den ich bei der Abreise in Zürich noch von Marie geschenkt bekommen habe. Das war wohl für die meisten das Highlight des Abends!

Für Jonathan und mich hat der Weihnachtsabend gar nicht mehr aufgehört. Wir gingen aus, kamen um 9 Uhr morgens heim und haben uns entschieden gar nicht erst schlafen zu gehen, da wir am Abend ja mit dem Bus weiter nach Puerto Madryn an der Atlantikküste fahren würden. So könnten wir bestimmt prima durchschlafen. Und der Plan ging voll auf 😉 Jetzt sitzen wir im schönen, aber windigen Puerto Madryn wo wir uns morgen ein Auto mieten werden um die Halbinsel zu erkunden. Am Dienstag fliegen wir dann weiter nach Ushuaia wo wir Rahel treffen und gemütlich Silvester feiern werden!

Ich wünsche allen zu Hause schon mal nachträglich schöne Weihnachten und ein frohes neues Jahr!

Florianópolis

Nach dem vielen Süsswasser, der subtropischen Feuchtigkeit und einer langen Busfahrt sind wir am Samstag morgen in Florianópolis an der brasilianischen Atlantikküste angekommen. Genauer gesagt sind wir auf die Ilha de Santa Catarina gefahren. Diese ca. 40 km lange Insel ist bei den Brasilianern, den Argentiniern wie auch bei den Uruguayanern ein beliebtes Ziel für die Sommerferien (ja, Sommer, wir sind hier schliesslich auf der Südhalbkugel). Es gibt Kilometerlange Sandstrände, mit Dschungel überwachsene Hügel, riesige Sanddünen und natürlich Caipis ohne Ende.

Wir hatten Glück, denn zur Zeit beginnt da gerade die Hochsaison und wir hatte kein Zimmer reserviert. Im coolen Backpackers Hostel gleich oberhalb vom Strand von Barra da Lagua konnten wir uns genau noch die letzten zwei freien Betten ergattern. Ohne Reservation geht hier zu der Jahreszeit sonst gar nix. Das Hostel war also voll, voll mit Australiern. Ein Australier – kein Problem, zwei Australier – kein Problem. Aber 15 Australier können einem ganz schön auf die Eier gehen. Das waren halt ausnahmslos Surfer von der ganz coolen Sorte, “ibi ibi en sörfer, weisch”

Wieauchimmer, wir hatten die ganzen 4 Tage prima Wetter und konnten endlich mal unsere Bäuche in die Sonne halten. Gestern hat es sogar für einen knapp 2 Stündigen Marsch über einen der mit Dschungel überwachsenen Hügel gereicht. Aber so richtig warm wurde ich mit Brasilien bisher nicht. Die sprechen ausschliesslich Portugiesisch und können halt auch nichtmal Spanisch. Vermutlich gibts bessere Orte um Brasilien kennenzulernen als das vom Tourismus verwöhnte Floripa, aber eigentlich Stand Brasilien ja auch nicht auf meinem Plan.

Und so sind unsere 4 Tage und 3 Nächte hier schon wieder verstrichen. Um ein Haar hätten wir auch unseren teuren Bus zurück nach Buenos Aires verpasst. Das wär dann wirklich übel gewesen, zumal man Bustickets mehrere Tage im Voraus buchen muss, somit hätten wir zwangsläufig noch ein paar Tage länger bleiben müssen. Glücklicherweise haben wir den Bus trotz unseren 10 Minuten Verspätung gerade noch erwischt.

So sitze ich einmal mehr in einem Langstreckenbus und finde etwas Zeit um wieder einen Artikel zu schreiben. Wir sind bereits seit 10 Stunden unterwegs, und es stehen nochmal etwa 15 an, bis wir in Buenos Aires ankommen. Da gibts dann kurz zwei Tage Pause und dann geht der Bus-Marathon auch gleich weiter. Wir wollen am 28. Dezember in Ushuaia sein und müssen dazu noch etwa 3000 Kilometer zurücklegen. Dazwischen gibts noch einen Zwischenstopp in Puerto Madryn und einen Ausflug auf die Halbinsel Valdes.

Wenn wir dann endlich in Ushuaia, am Ende der Welt sind, hab ich auch genug von der ständigen Busfahrerei und werde mindestens eine Woche lang in Ushuaia bleiben und allenfalls ein paar Tageausflüge machen. Die Busse hier sind zwar wirklich bequem, und mit Übernachtfahrten spart man sich quasi auch eine Übernachtung. Aber es ist halt trotzdem nicht dasselbe wie ein Bett 🙂

Viel Wasser – Iguazú Wasserfälle & Itaipu Staudamm

Nach der anstrengenden Busfahrt nach Puero Iguazú konnten wir uns im wunderbaren Hostel Inn ersteinmal richtig erholen. Am Montag und am Dienstag sind wir den ganzen Tag nur am Pool rumgegammelt und haben uns die Bäuche von der Sonne bräunen lassen. Unsere Zimmergenossinen, Sheree & Cristy aus New York sind zwei waschechte New Yorker Partymädels, die sich ein paar Wochen Urlaub in Brasilien und Argentinien gönnten.

Am Mittwoch ging es dann mit den beiden in den Nationalpark, der die Iguazu Fälle auf der argentinischen Seite der Fälle umgibt. Es gab tonnenweise Schmetterlinge, Eidechsen und Ameisenbären. Die kleinen sind ganz schön frech und haben sich natürlich an die vielen Menschen im Nationalpark gewöhnt.

Die Wasserfälle sind atemberaubend. Über 200 grössere und kleinere Wasserfälle stürzen da bis zu 80 Meter in die Tiefe. Allen voran der gigantische Garganta del Diablo (Teufelsrachen). An dieser Stelle hat die Erosion eine riesige Schlucht mitten in den Rio Paranà gerissen. In Worten lässt sich das kaum beschreiben. Am besten lass ich die Bilder sprechen, auch wenn diese nie die gewonnenen Eindrücke vermitteln können.

Itaipu Staudamm

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus über die brasilianische Grenze nach Foz do Iguaçu gefahren. In der relativ kleinen Grenzstadt ist eigentlich nichts los. Man kann von da aus die Wasserfälle nochmals von der brasilianischen Seite anschauen. Wie wir aber vermehrt gehört haben, ist das kein Vergleich zur argentinischen Seite. Von Brasilien aus sieht man die Fälle eigentlich einfach aus einer grösseren Entfernung und einer anderen Perspektive während man in Argentinien mitten in das tosende Wasser vordringen kann.

Wir haben uns deshalb entschieden, die Wasserfälle hinter uns zu lassen, einmal zu übernachten um dann am nächsten Tag den riesigen Itaipu Staudamm zwischen Brasilien und Paraguay anzuschauen. Ursprünglich wollten wir das zweitgrösste Wasserkraftwerk der Welt von der paraguayanischen Seite aus anschauen, aber nachdem uns viele Leute davor gewarnt haben, nach Ciudad del Este in Paraguay zu gehen, haben wir diesen Ausflug gestrichen und uns den Damm von der brasilianischen Seite aus angeschaut.

Es war absolut beeindruckend. Wir haben eine ausführliche Besichtigung des Kraftwerks gemacht, die ich jedem empfehlen kann, auch für technische Laien ist die Besichtigung jeden Real (bras. Währung) Wert. Der Stausee ist über 1400 km² gross und die insgesamt 20 Turbinen produzieren unglaubliche 14’000’000Kw. Der Bau des Kraftwerks hat 25 Milliarden US$ gekostet und war ein gemeinsames Projekt zwischen Brasilien und Paraguay. Etwa 40’000 Menschen, die im gefluteten Gebiet gelebt haben mussten umziehen. Die Regierung hat die Menschen umgesiedelt und so weitere Teile des Landes bevölkert. In dem riesigen Stausee ist soviel Wasser, dass man jedem Bewohner der Erde etwa 4800 Liter Wasser geben könnte. Ausserdem wurden unzählige Tiere evakuiert und umgesiedelt. Es gibt sogar einen 10km langen Ausgleichsfluss, damit die Fische aus dem Rio Paranà unterhalb des Damms zurück in den See schwimmen können, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen.

Paraguay mit seinen ca. 7 Mio Einwohnern deckt praktisch seinen gesamten Energiebedarf mit nur zwei der 20 Turbinen. Jedes Land besitzt je 10 Turbinen, wobei Paraguay den grössten Teil der gewonnenen Energie an Brasilien verkauft um die Schulden zu tilgen, die beim Bau des Damms entstanden sind. Die erste Turbine wurde 1982 in Betrieb genommen, die letzte erst 2007. Neun der Turbinen stammen aus Deutschland, weitere 9 aus der Schweiz und nocheinmal zwei wurden in Frankreich hergestellt. Die Dinger sind riesig.

Da das Projekt ein gemeinsames Projekt der zwei Staaten ist, wird peinlich genau darauf geachtet, dass alles genau aufgeteilt wird. So sind jeweils 50% der Mitarbeiter aus Brasilien, die andere Hälfte aus Paraguay. Das Kontrollzentrum bildet quasi die Grenze zwischen Paraguay und Brasilien. Eigentlich stand ich also für ein paar Minuten auf paraguayanischem Boden. Allerdings hat das nicht für einen Stempel im Pass gereicht.

Der “Spillway”, also der Teil, der überschüssiges Wasser aus dem Stausee abfliessen lässt, um das Niveau des Stausees zu regulieren ist meistens geschlossen. Wir hatten aber Glück innerhalb der 10% der Zeit da zu sein, wo die gigantischen Schleusen geöffnet wurden. Durch diesen Abfluss rauschen pro Sekunde unfassbare 10.5 Millionen Liter Wasser, die in einer riesigen Fontäne im Rio Paranà landen. Das ist etwa 3mal so viel Wasser, wie die Iguazu Fälle runterdonnern. Auch hier sagen Bilder wohl mehr als tausend Worte.

Next Stop: Florianópolis

Me gusta la guitarra, Buenos Aires -> Iguazú

Nachdem ich dank Cery aus Neuseeland wiedermal eine Gitarre in den Händen gehalten habe war für mich klar. Ich brauche eine Gitarre für die Reise. Schliesslich trage ich ja auch mein Rodrigo y Gabriela 11:11 Chordbook mit mir rum. Zufälligerweise habe ich eine Strasse gefunden, an der sich unzählige Gitarren- und Musikläden aneinanderreihen. Die Suche nach einer guitarra usado, also einer gebrauchten Gitarre führte nicht zum Erfolg. Ich hab dann aber ein hübsches Stück zum Neupreis von knapp 700 Pesos gefunden. Inkl. Tasche, Stimmgerät, einem Satz Saiten und ein paar Plektren konnte ich mir diese neue Gitarre für 800 Pesos ergattern (siehe Fotos). Das sind umgerechnet etwas 220 CHF. Eigentlich ein ziemlich guter Preis für eine neue Gitarre, ist zwar nicht vergleichbar mit meiner handgemachten Hanika zu Hause, aber für die Reise mit den ständigen Temperatur- und Feuchtigkeitswechseln alle mal tauglich…

Ausserdem waren wir letzte Woche beim Metzger und wollten uns etwas gutes Fleisch für ein Zürcher Geschnetzeltes kaufen. Wir wollten da was vom besten Stück Rind, dass die da im Angebot hatten. Leider gabs das nur Kiloweise, also was solls, haben wir uns für 30 Pesos (ca. CHF 7.50) ein Kilo Rindfleisch gekauft und eine dicke Portion Geschnetzeltes gekocht. Es war superlecker, nur der Rahm hierzulande ist irgendwie seltsam. Fein war es trotzdem.

Am Samstag haben wir uns dann zur Retiro aufgemacht, so heisst der Busbahnhof in Buenos Aires. Dieser macht dem Ausdruck Busbahnhof alle Ehre. Das Teil ist vermutlich fast so gross wie der Flughafen in Kloten. Alle paar Minuten fahren hier Busse in alle Richtungen los.
Wir haben uns für einen Bus nach Puerto Iguazú in der Cama Ejecutivo Klasse entschieden. Das ist so ungefähr erste Klasse. Es gibt da aber auch noch eine bessere Klasse, mit Ledersitzen und so. Der Bus ist prima, es gibt breite Sessel, mit verstellbarer Rückenlehne sodass man eigentlich gut schlafen kann, eine Liege für die Füsse, was zu Essen und zu Trinken, eine Klimaanlage und Fernseher im Bus. Der Bus fuhr um 19.00 Uhr los und sollte am nächsten Tag gegen 12:30 in Puerto Iguazú ankommen.

Ich hab dann etwas geschlafen, bis der Bus um etwa 2 Uhr morgens mitten auf einer Landstrasse angehalten hat. Immer noch im Halbschlaf hab ich mitbekommen, dass das Personal da irgendwie was am Bus rumfummelt. Wieauchimmer, gegen 3 Uhr wurden wir alle angehalten den Bus zu verlassen. Hinter uns stand dann ein weiterer Bus der Semi-Cama Klasse in den wir alle umsteigen mussten. Das Gepäck wurde umgeladen, die Fahrgäste irgendwo noch im zweiten Bus verstaut und dann ging die Reise halt in der Semi-Cama Klasse weiter.

Tja, und da sitz ich jetzt, auf einem nicht mehr ganz so bequemen Sessel im Bus und warte darauf, dass die Zeit vergeht. Es ist jetzt etwa 10:30 aber aufgrund der Panne haben wir ziemlich Verspätung. Wenn ich den Fahrer recht verstanden habe, werden wir nicht vor 16 Uhr ankommen. Also genug Zeit um euch daheim wieder was zu erzählen, ein paar Vokabeln zu lernen und Musik zu hören, bis sie einem zu den Ohren raushängt. Immerhin sitz ich in dem doppelstöckigen Bus oben und kann derweil etwas in die Landschaft hinausstarren. Es ist unglaublich wie schnell sich hier das Landschaftsbild ändert. Von Sümpfen, über trockene Steppen, grüne Kuhweiden, hügelige Wälder und dann wiedermal eine Stadt. Mittlerweile haben wir wieder eine Asphaltierte Strasse unter uns, viele Abschnitte sind einfache Schotterpisten von rötlichem Sand. Laut Reiseführer sind nur etwa 29% von Argentiniens Strassen asphaltiert und weitere 17% “improved” (engl. für verbessert), was auch immer das heissen mag…

So, wir sind in Puerto Iguazú angekommen. Das Hostel Inn gleicht einem Luxus Resort für Traveller. Und das ganze zu Hostel Preisen. Es handelt sich um ein ehemaliges Casino, alles ist neu, hier gibts den grössten Pool der Stadt. Jede Menge Leute, schöne Bungalows. Hier lässt es sich leben!

Bald gibt es wieder Neuigkeiten und schöne Bilder von den breitesten Wasserfällen der Welt. Ich bin gespannt…