Puerto Madryn – Peninsula Valdes
Ronny | 29. Dezember 2009Puerto Madryn ist die Hauptstadt des Departamento Biedma in der argentinischen Provinz Chubut. Man sieht sofort, dass die Leute hier vom Tourismus sehr gut Leben können. Viele haben ein eigenes kleines Häuschen, die Strassen sind sauber, und unser Hostel hat das sauberste Badezimmer das ich in Argentinien je gesehen habe. Man kann sogar das Toilettenpapier mit runterspülen (jaa, das ist hier in Argentinien ziemlich selten, normalerweise gibts dazu einen Eimer im Badezimmer). Ausserdem befindet sich hier einer der grössten Aluminiumhersteller von Argentinien. Deshalb ist Puerto Madryn eine der am schnellsten wachsenden Städe in ganz Argentinien
Penisnula Valdés
Die Halbinsel ist seit 1999 ein Unesco Weltnaturerbe und hat eine Fläche von 3625km². Bekannt ist das Rerservat in erster LInie für die grosse Tiervielfalt. Da sind einerseits die Brutstätten für Seelöwen und Magellanpinguine, wie auch die Hauptroute diverser Walarten auf ihrem Weg nach Süden. Wenn man sehr viel Glück hat, kann man an der Ostküste erleben, wie Orcas am Strand Seehunde jagen. Die Chance das mitzuerleben beträgt allerdings in der Hauptsaison etwa 3%. Daneben gibt es eine Art Vogel Strauss, viele Schafe, Kühe und wilde Pferde, Schlangen, patagonische Füchse und Pumas.
Um die Insel zu erkunden haben wir uns heute ein Auto gemietet. Im Hostel haben wir ein Mädel aus England kennengelernt, die noch keine Tour gebucht hat und mit uns mitgekommen ist und sich an den Kosten beteiligt hat. Es war Weltklasse!
Wale haben wir zwar keine gesehen, dafür Seehunde, Pinguine, die Komischen Renn-Vögel und die etwas weniger spektakulären Kühe, Pferde und Schafe. Etwas abseits der Strasse haben wir auch viele Knochen und Schädel gefunden, dessen Besitzer wohl einem Puma über den Weg gelaufen sind.
Auf jeden Fall waren wir viel besser dran, als all die Touris, die eine fixe Tour gebucht haben. Die Insel auf eigene Faus zu erkunden war echt ein Erlebnis. Auf der ganzen Insel gibt es nur Schotterpisten (empfohlene Maximalgeschwindigkeit: 50km/h). Wir sind natürlich viel schneller über die Pisten geheizt, und es hat echt Spass gemacht. Den Gegenverkehr sieht man schon von Weitem, da jedes Fahrzeug eine riesige Staubwolke hinter sich herzieht, die kilometerweit zu sehen ist. Und viel Verkehr ist da sowieso nicht, da die meisten halt eben eine komplett Tour buchen. Und diese Busse, die sieht man eben schon von weitem
Was allerdings dann echt abenteuerlich war, war die Rückkehr in die Stadt Puerto Madryn. Da gibts kaum Ampeln, die meisten Strassen sind nur in eine Richtung befahrbar, es gibt kaum Schilder und von Verkehrsregeln haben die hier in Argentinien sowieso noch nie etwas gehört (gibts hier eigentlich Rechtsvortritt??). So fährt man halt vorsichtig und schaut halt wos Platz auf der Strasse hat, und zu zweit im Auto, mit vier Augen, geht das eigentlich ziemlich gut. Aber z.B in Buenos Aires würd ich nie im Leben ein Auto fahren wollen. Da ist echt die Hölle los.
Morgen fahren wir mit dem Fiat UNO weiter nach Trelew, wo wir einen Flieger nach Ushuaia haben. Dann wird endlich mal gechillt, und die ganze rum-hetzerei hat ein Ende. Wir haben in den letzten zwei Wochen sicher 5000km zurückgelegt, was mir echt zu viel war. Nach Neujahr gehts viel gemächlicher weiter. Ich will länger an einem Ort bleiben und das ganze gemütlicher angehen.







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