Equipment

Wenn man solange Zeit zum Planen hat wie ich, lohnt es sich alte Sachen loszuwerden und durch neue, multifunktionelle Teile zu ersetzen. Als erstes hab ich mich von diversem Plunder entledigt. So bin ich in ein kleines WG Zimmer gezogen und hab beim Umzug schon diverse Sachen entsorgt, verschenkt oder verkauft. Nach und nach werde ich noch ein paar Dinge veräussern und meinen Haushalt weiter schmälern. Ein paar wenige Dinge kann ich dann bei meinem Bruder im Keller einstellen. Seit ich am Planen bin, kaufe ich mir nur noch Dinge, die ich mit auf die Reise nehmen kann/will.

Sack & Pack
Schlafen
Jacke
Kleidung
Schuhe
Zubehör & Tools

zur Muster- Packliste

Sack & Pack

Rucksack

Mein neues zu Hause für die nächsten ein bis zwei Jahre wird ein Deuter Quantum 55+10. Dieser ist im Vergleich zu vielen Reiserucksäcken relativ schmal, damit man auch mit aufgesetztem Rucksack gut durch schmale Türen passt. Mit 2750g ist der Rucksack für seine Grösse auch relativ leicht. Ausserdem besitzt er einen abnehmbaren und vergrösserbaren Tagesrucksack und eine integrierte Schutzhülle um Ihn als Fluggepäck aufgeben zu können.

Packsäcke

Für Ordnung im Gepäck sorgen verschiedene Packsäcke von Ortlieb, Sea to Summit und Nordisk. Die Nordisk Space Makers ähneln überdimensionalen Zip-Loc Beuteln, durch welche sich Kleidung durch vakuumieren sehr stark komprimieren lassen. Ausserdem bieten die Beutel Schurz vor Sand, Staub, Insekten und Wasser.
Die Wasserdichten Packsäcke mit Rollverschluss von Sea to Summit und Ortlieb schützen deren Inhalt vor Wasser und Schmutz. Der Sack von Ortlieb besitzt ausserdem ein Ventil, durch welches man überschüssige Luft aus dem Sack drücken kann.

Schlafen

Schlafsack

Für die kalten Regionen war klar, ein neuer Daunenschlafsack muss her. Entschieden habe ich mich für einen Marmot Sawtooth 600 Daunenschlafsack. Mit einem Gewicht von knapp 1400g und einer Komforttemperatur von bis zu -9° sollte dieser mich – Notfalls zusammen mit dem Seiden-Inlet – auf meiner Reise warm halten.

Dazu hab ich einen Wasserdichten Packsack von Sea-to-Summit gekauft. Dieser hat auch einen Rollverschluss und Kompressionsriemen. Die Überschüssige Luft kann durch die eVent Membran aus dem Packsack entweichen.

Schlafsack-Inlet

Ein Schlafsack-Inlet ist ein absolutes Muss auf einer solchen Reise. Einerseits kann man ihn innerhalb des grossen Schlafsacks verwenden um dessen  Lebensdauer zu erhöhen und ihn vor Schweiss und Schmutz zu schützen. Ausserdem eignet er sich auch in warmen Gegenden hervorragend, um in billigen Absteigen nicht auf gammligen Matratzen schlafen zu müssen.
Ich habe mich für ein leichtes Seiden-Inlet  aus robuster Rip-Stop Seide entschieden.

Kleidung

Unterwäsche

Überzeugt haben mich die Baselayer Produkte von Icebreaker aus neuseeländischer Merinowolle. Die Stücke sind zwar recht teuer, dafür sind sie sehr angenehm auf der Haut zu tragen, jucken nicht und stinken auch nach mehrmaligem Tragen nicht. Davon hab ich mir zwei Shirts und eine Unterhose im Bächli Outlet gekauft.

Jacke

Da ich das Glück hatte bei den letzten drei Mammut-Lagerverkäufen günstig einzukaufen besitze ich noch immer eine gute alte Mammut Gore-TEX Performance Shell Jacke. Diese hat mich noch nie im Stich gelassen und mit der einhängbaren Fleece Jacke sollte ich auch bei sehr niedrigen Temperaturen nicht frieren.

Für etwas wärmere Regionen habe ich eine Windstopper Softshell Jacke von Mammut. Diese ist auch in kühlen Sommernächten oder in den Nachts empfindlich kalten Andenregionen angesagt.

Buff

Auf outdoorseiten.net im Thema “meine besten Einkäufe” wurde wiederholt das Schlauchtuch “Buff” genannt. So eines habe ich mir auch gleich angeschafft. Dieses Schlauchförmige Tuch lässt sich als Schal, Mütze, Gesichtsschutz oder Kopftuch verwenden. Ich hab mir das Cyclone Modell mit Windstopper Textilien zum Schutz vor den kalten patagonischen Winden gekauft.

Schuhe

Im Prinzip brauch ich drei verschiedene Schuhe. Die vernünftigen Trekkinschuhe von Lowa habe ich mir im Führjahr bei Bächli geholt. Ausserdem brauch ich ein paar Sneakers für die Stadt und Flipflops für am Strand sowie in unappetitlichen Gemeinsamsduschen.

Elektronik

Laptop

Auf meiner Reise begleitet mich ein HP Mini 2133 Netbook mit Ubuntu und Windows XP für das Pflegen meines Blogs, für das Archivieren der geknipsten Fotos und zum Skypen mit Freunden und Familien zu Hause.

Damit dem kleinen nichts passiert, wird er in eine passende Tupperbox verpackt, zusammen mit dem Netzteil und den restlichen Kabeln und elektronischen Helferlein.

Kamera

Eine neue Digitalkamera mit Stativ hab ich mir noch nicht angeschafft. Im Auge hab ich eine Canon SX200 IS und ein Gorillapod Stativ

GPS-Logger

Ich hab mir einen I-GotU GPS Logger angeschafft. Damit kann ich einerseits die gemachten Bilder taggen und auf einer Karte anzeigen, andererseits kann ich so die zurückgelegten Routen aufzeichnen und darstellen.

MP3 Player

Zubehör & Tools

Sackmesser

Ich habe einerseits ein paar gute alte Victorinox Sackmesser eingepackt, und ausserdem kommt mein Leatherman bzw. Swiss Tool Spirit mit Zange und dem nötigsten Werkzeug mit.

Essen unterwegs

Da man in den Nationalparks meist keine offenen Feuer machen darf, habe ich mich entschieden einen kleinen Kocher und ein Topfset mitzunehmen. Der Primus OmniFuel hat das Rennen gemacht und gehört jetzt auch zu meinem Inventar.

Erste Hilfe

Hier ein paar Bilder von Dingen, die ich mir für die Weltreise angeschafft habe:

Muster-Packliste

Anbei die Packliste von www.weltreise-info.de, durchgestrichen, was ich schon alles besorgt habe:

Kleidung

Schuhe

  • leichte Wanderschuhe mit GoreTex
  • Flip-Flops
  • Turnschuhe für die Stadt

Waschzeug

  • mittleres Handtuch (Travel-Towel)
  • kleines Handtuch (Travel-Towel)
  • Zahnbürste, Zahncreme, Zahnseide
  • Seife
  • Shampoo
  • Deostift
  • Kamm oder Bürste
  • Nagelschere oder Clipper
  • Nagelfeile
  • jede Menge Papiertaschentücher
  • Wattestäbchen
  • 1/2 Rolle Klopapier (eine ganze Rolle ist zu groß)
  • Feuchte Tücher (Erfrischungstücher)
  • Taschenspiegel
  • Sonnenmilch mit hohem LF
  • Mückenschutz, gut ist z.B. Autan Family
  • Labello Sonne
  • Kondome
  • Fußpuder (Canesten)
  • Sagrotan Pumpspray
  • Reiseapotheke (nur einmal bei mehreren Leuten)
  • Für Männer:
    • Nassrasierer
    • Ersatzklingen
    • Rasierschaum
    • Blutungsstiller
    • After Shave, in 50ml Plastikflasche umgefüllt (der kleine Luxus)

Für die Nacht

  • Schlafsack (falls mehrtägige Treks in der Natur geplant sind)
  • Schlafsack-Inlett aus Seide oder Seide/Baumwolle oder Fleece
  • kleines Reisekissen (optional)
  • Mückenschutz für die Nacht:
    • Moskitonetz (nur selten wirklich erforderlich) oder
    • Räucherspiralen mit Halter oder
    • Verdunster
  • kleiner Reisewecker
  • Ohrenstöpsel, z.B. Hansaplast Lärmstopp

Unterhaltung

  • Taschenbuch (nach dem Lesen tauschen)
  • MP3-Player / iPod
  • Kartenspiel (nur einmal bei mehreren Leuten)
  • Mini-Brettspiel, z.B. Backgammon oder Schach (nur einmal bei mehreren Leuten)
  • Würfel

Küche

  • Campingbesteck (oder nur ein Löffel)
  • kleine Behälter für Pfeffer+Salz

Geld + Papiere

  • Reisepass
  • Impfausweis
  • Führerschein
  • ggf. Studenten- und Jugendherbergsausweis
  • ggf. Tauchausweis und Logbuch
  • Kreditkarten (Maestro + Visa)
  • Bargeld (einige hundert US$ bzw. Euro)
  • 4x Passbilder (wasserdicht verpackt)
  • Kopien aller Dokumente (Passkopie wasserdicht in Klebefolie)
  • Adressenliste
  • Stifte
  • kleiner Notizblock
  • Mini-Jahreskalender
  • Reisetagebuch
  • Informationen für den Notfall (Kopie in jedem Gepäckstück, auch in Englisch)
    • Name, Anschrift, Nationalität
    • Blutgruppe, Allergien, Krankheiten
    • Kontaktperson zu Hause
    • Infos zum Sperren der Kreditkarten (Notfall-Telefonnummern, Kartennummern)
    • Infos zu Versicherungen (Notfall-Telefonnummern, Bezeichnung der Tarife, Versicherungsnummern

Werkzeug

  • Schweizer Messer
  • Nähzeug
  • Leukoplast
  • Sicherheitsnadeln

Technik

  • Digitalkamera mit Tasche
  • Mini-Stativ
  • Ersatzakkus
  • Ladegerät
  • Kamera-Reinigungsset (Pinsel, Alkoholspray, Linsenpapier)
  • CD-Rohlinge
  • Steckeradapter
  • Mini-Taschenrechner
  • Reise-USB-Stick mit Software

Dies + Das

  • Reiseführer
  • Maskottchen
  • Sonnenbrille
  • LED-Taschenlampe
  • Feuerzeug
  • Mini-Regenschirm
  • Mini-Kompass mit Thermometer
  • Fotos der Familie
  • Fisherman’s Friend
  • Geldbörsen-Attrappe mit:
    • ein paar Dollar in Landeswährung
    • 10-20 US$
    • abgelaufene Kreditkarte
  • Trillerpfeife (aus dem Sportgeschäft)

Behälter

  • Rucksack mit stabiler Regenhülle
  • Daypack oder Messenger Bag
  • Geldgürtel
  • Kulturbeutel (oder neumodischer: Waschsalon)
  • Reiseapotheke
  • Schmutzwäschebeutel (Baumwolle)
  • Stabile, knisterfreie Plastiktüten zum Verpacken der Kleidung im Rucksack
  • 10x ZipLoc-Gefrierbeutel (Melitta Toppits)

4 thoughts on “Equipment

  1. Stefan

    Hi Ronny,
    guter Blog, planen auch grad unseren Argentinien/Chile Trip.
    Eine spontane Frage betreffend Platz und Equipment: Das ganze aufgelistete Equipment hat doch nicht wirklich in und um deinen 55+10 gepasst, oder?
    Kannst ja mal ein Bild reinstellen 🙂

    Cheers, Stefan

    Reply
    1. Ronny

      Hallo Stefan,

      ähm, doch das hat tatsächlich Platz gehabt. Natürlich war jeweils ein Teil im Daypack aber grundsätzlich hab ich das ganze Zeug dabei 🙂 Allerdings ist alles wirklich randvoll gepackt und wenn ich mit dem Busfahre hab ich keinen Platz mehr um was zum Essen mitzunehmen. Ich hab jeweils noch ne Einkaufstüte dabei. Zudem hab ich mir bereits nach einer Woche eine Gitarre gekauft, die ich auch noch mitschleppe.. Aber es geht! Wenn ihr zu zweit seid, gehts noch besser.

      Reply
  2. David

    Hallo Ronny, ich bins mal wieder 🙂 habe eben gelesen, dass Du Dir den primus omnifuel Kocher gekauft hast. Bist Du zufrieden mit dem Teil? Hat ja doch seinen Preis. Wir werden die ersten paar Monate ebenfalls in Südamerika verbringen und sind froh über irgendwelches Feedback zu Deinem Kocher.
    Merci und noch ganz viel Spass!
    Karin&David

    Reply
    1. Ronny

      Hallo David,
      yep den Kocher hab ich und bin damit auch super zufrieden. Seit ich mir den Wagen gekauft hab, brauch ich den Kocher zwar praktisch nicht mehr aber gerade zum zelten und wandern war er sehr gut. Kleines packmass und verbrennt alles mögliche an brennstoffen. Je nachdem was ihr genau vorhabt, könnt ihr kocher aber auch überall mieten (meist mit gaskartuschen). Auf jeden fall ist der kocher sein geld wert und kostet hier mindestens gleichviel im laden wie zu hause!
      liebe grüsse ronny

      Reply

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