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back to Buenos Aires

Von Mar del Plata aus sind wir über die Autopista nach Buenos Aires gefahren. Glücklicherweise war besagter Tag ein Feiertag in Argentinien und somit konnten wir unsere ersten Erfahrungen mit einem Auto in der Grossstadt Buenos Aires mit nur wenig Verkehr machen. Es war eigentlich ziemlich einfach, da die Strassen hier alle Schachbrettartig angeordnet sind. Trotzdem sind die meisten Strassen hier Einbahnstrassen und wenn immer man rechts abbiegen will, geht das gerade nicht. Somit fährt man halt seine Runden um die Blocks bis man endlich von der richtigen Seite aus in die gewünschte Strasse einbiegen kann. Den Wagen haben wir im Hafenquartier Puerto Mader parkiert, da gibts feine Hostels und Polizei an jeder Ecke. Wir haben ein sicheres Gefühl, als wir den Wagen parkieren und uns im Sabatico Hostel einquartieren.

Am nächsten Tag ging es zuerst ins Büro von DHL, um die nötigen Papiere abzuholen. Schliesslich wartet seit über einem Monat ein Paket am Zoll auf mich. Wegen der bescheuerten Idee Aromat mitzuschicken wurde das Paket am Zoll aufgehalten. Wieauchimmer, diesmal ist der Verkehr unglaublich. Es gibt kein Vorwärtskommen, alle Hupen und schreien herum und wir brauchen eine gute halbe Stunde vom Puerto Madero bis zur Autobahn, die zum Flughafen führt. Am Terminal de Cargas angekommen fühlen wir uns wie in einem Comedi Sketch: Zuerst ins Büro 1 um den Pass vorzuweisen und die Zollpapiere zu erhalten, danach schickt man uns ins Büro 2. Dort erhalten wir ein weiteres Dokument, welches wir in Büro 3 unterschreiben lassen müssen. Danach zurück zum Start: Die Dame in Büro eins drückt einen weiteren Stempel auf das Papier und wir bezahlen etwa 200 Pesos. Mit der Quittung gehts zurück ins Büro 3 um eine weitere Unterschrift einzuholen. Danach wiederum ins Büro 2, ein neues Dokument abholen, mit welchem wir in Büro 3 wieder 450 Pesos bezahlen müssen: 36 Tage Lagergebühr. Mit der Dame aus Büro 2 gehen wir endlich in den Paketraum, wo das Paket geöffnet wird. Nachdem wir die Dame überzeugt haben, dass Aromat keine Droge ist, können wir wieder zurück ins Büro 1 um endlich das Abholdokument zu erhalten. Nach 90 Minuten haben wir das Paket endlich in der Hand und können verschwinden. Mit zwei Dosen Aromat, einer Tube Elmex, einem Rodrigo y Gabriela Tshirt (Danke Marie!!!) und meinen neuen falschen Nummernschildern fahren wir zurück nach Buenos Aires und parken den Wagen direkt vor dem Hilton Hotel in Puerto Madero.

Am nächsten Tag sind wir bei Leo, einem Freund von Adan eingeladen. Er holt uns am Hafen ab um uns den Weg zu seinem Haus in Lomas de Zamora zu zeigen. Beim Wagen angekommen mussten wir feststellen, dass mir jemand das Nummernschild vorne geklaut hat! Welcher Idiot klaut ein falsches Schweizer Nummernschild in Buenos Aires?? Zum Glück war es noch das alte, selbstgebalstelte Schild. Wir legen unser brandneues Schild aus der Schweiz hinter die Windschutzscheibe und fahren zu Leo.

Es ist ein herrlicher Abend. Leo hat diverse Marijuana Pflanzen in seinem Garten. Eine über 2 Meter gross und mindestens nochmals 2 Meter im Durchmesser. Ein riesiger Busch!! Wir haben einen super Abend mit einem Asado, Gitarrenmusik und viel Bier. Am nächsten Tag wollen wir weiter bis nach Tigre fahren um dann etwas weiter nördlich die Grenze nach Uruguay zu überqueren. Schliesslich muss Adan spätestens morgen ausreisen, da sein Visum abläuft. Wir verabschieden uns von Leo und parken in der Nähe von Tigre.
Als wir am nächsten morgen losfahren hören wir nach etwa 15 Minuten das Geräusch von Metall. Wir haben den Bolzen am Stossdämpfer, den wir schon 2mal repariert haben endgültig verloren. Auf der Strasse können wir das Teil nirgends finden und so landen wir wiedermal bei einem Mechaniker, der uns sagt, dass es schwierig bis unmöglich wird einen solchen Dämpfer in Argentinien zu finden. Ja, mit einem importierten Fahrzeug wirds immer schwierig mit Ersatzteilen. Er zeigt uns eine Strasse in Buenos Aires, voll mit Ersatzteilhändlern. Wenn es das Ersatzteil rgendwo gibt, dann in Buenos Aires. Also fahren wir vorsichtig zurück in die Hauptstadt und beginnen mit der Suche nach einem passenden Stossdämpfer. Als wir nach zwei Stunden immer noch nichts gefunden haben, rufen wir erneut Leo an, der uns gleich anbietet, das Problem bei einem befreundeten Mechaniker anzuschauen. Also fahren wir zurück nach Lomas.
Der Mechaniker baut den Dämpfer aus und sagt, es wäre schade das Ding zu ersetzen. Schliesslich sei nur das Gewinde abgebrochen und der Dämpfer selber sei noch in einem guten Zustand. Für laue 50 Pesos schweisst er uns eine Schraube an den Dämpfer und baut das Teil wieder ein! Nach 30 Minuten sind wir wieder am Start. Unglaublich, wie schnell alles klappt, wenn man jemanden vor Ort hat, der sich auskennt! Wir verbringen eine weitere Nacht in Leos Haus und buchen ein Ticket für die Autofähre nach Uruguay. Wir können uns keine weitere Verzögerung mehr leisten. Eine Stunde, bevor Adans Visum abläuft legt die Fähre ab für die 3 Stündige Überquerung des Rios de la Plata nach Colonia de Sacramento in Uruguay…

Orkas, Reparaturen & Stadtverkehr

Obwohl uns alle möglichen Leute gesagt haben, dass die Chancen die Orkas zu sehen verschwindend gering seien, konnten wir doch einen Teilerfolg erzielen. Offenbar waren die Orkas nicht hungrig genug um die Seehunde am Strand zu attackieren, aber immerhin konnten wir sie beobachten, wie sie mehrmals am Strand vorbeizogen und sich im Wasser tummelten. Ausserdem erhielten wir am Parkplatz noch Besuch von einem haarigen Gürteltier. Soweit also ein Erfolg. Die Schotterpisten auf der Halbinsel waren allerdings nicht optimal für die mittlerweile alten Reifen. Die haben schliesslich eine 20’000 Meilen Reise hinter sich und als wir endlich wieder auf dem asphaltierten Rückweg nach Puerto Madryn waren, bemerkten wir ein Holpern am Auto und bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass ein Reifen kurz davor war zu explodieren. Zum Glück hatten wir einen brandneuen Ersatzreifen am Start und das Problem war relativ schnell gelöst.
Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Jona und Paula und machten uns auf die Suche nach passenden Reifen. Nach einigen erfolglosen Anläufen haben wir dann endlich zwei neue Michellin Reifen erwerben können und machten uns auf den Weg nach Norden. Die Landschaft änderte sich nicht mehr so schnell und oft wie auf der Ruta 25 aber die Ruta 3 war trotzdem ziemlich eindrucksvoll. Über 100 Kilometer einfach nur geradeaus – Strasse bis zum Horizont und nur ab und zu ein kleines Dörfchen oder eine Tankstelle. Nach ein paar Stunden fahrt erreichten wir Las Grutas, ein mehr oder weniger bekannter Badeort in einer Bucht südlich von Bahia Blanca. Jedoch ist die Urlaubssaison vorüber und Las Grutas erschien ziemlich ausgestorben. Obwohl wir ziemlich schnell abgemacht haben am nächsten Tag weiterzufahren sind wir dann doch 3 Tage lang dageblieben, haben ein paar Leute kennengelernt, waren zu einem Asado eingeladen und hatten einen schönen Nachmittag am Meer.
Bahia Blanca sollte unser nächster Stopp auf unserem Weg nach Buenos Aires werden und als wir am späten Nachmittag in die Stadt hineinfuhren dachten wir erneut, hier werden wir wohl nicht lange bleiben. Autofahren in Städten erfordert echt Nerven! Einmal mehr überrannte uns die Nacht und da wir grundsätzlich nicht irgendwo mitten in einer Stadt in Argentinien am Strassenrand parken und schlafen wollen, sind wir nochmals 50km weiter nach Pehuen Co gefahren wo wir einen schönen, aber menschenleeren Campingplatz am Meer gefunden haben. Während wir über die nächsten Schritte nachdachten kam mir eine Idee. Ich lese im Moment ein Buch, das ich im Auto gefunden habe über zwei 55 jährige Amis, die mit einem Van durch ganz Nord-, Mittel- und Südamerika gefahren sind und immer wieder Mitglieder des Rotary Clubs aufgesucht haben um eine vertrauenswürdige Person vor Ort zu kennen, die einem bei grossen und kleinen Problemen helfen kann. Ich bin zwar nicht wohlhabend genug für den Rotary Club, aber ich bin ja bei Couchsurfing angemeldet! Also hab ich in der Gruppe von Bahia Blanca eine Nachricht gepostet, dass wir in der Nähe sind und einen sicheren Platz zum schlafen suchen. Innerhalb von nur wenigen Minuten erhielt ich eine Antwort von Vicky, die uns einen sicheren Parkplatz vor dem Haus ihres Chefs vermittelte. Ausserdem lud sie uns zu sich nach Hause ein wo wir zusammen mit zwei weiteren COuchsurfern aus Kolumbien bei Pizza und Bier einen super Abend hatten. Später gingen wir noch in einen Club und kamen erst um 6 Uhr zurück zum Van. Am nächsten Tag haben wir uns wiedermal auf die Suche nach Gas für den Kühlschrank und den Kochherd gemacht. Gas zu finden ist grundsätzlich ganz einfach, nur brauchen wir jemand, der uns den Tank auf illegale Weise befüllt, da wir an unserem Wagen andere Anschlüsse haben. Nach ein paar Stunden Suchen, Fragen, Weitersuchen und Weiterfragen haben wir schliesslich jemanden gefunden, der stolz erklärte, er befülle alles was man befüllen kann… Am Abend haben wir uns mit Santiago und Sole von Couchsurfing zu einem Bier verabredet und am nächsten Tag sind wir gegen mittag weiter in Richtung Mar del Plata gefahren. Bahia Blanca war schliesslich doch noch ein voller Erfolg und ein prima Erlebnis!
Nach ein paar Stunden bemerkten wir ein komisches Geräusch an der Radaufhängung, also haben wir an der nächstbesten Tankstelle mitten im Nirgendwo einen Stopp eingelegt um herauszufinden was da nicht stimmte. Zufälligerweise sah uns ein Lastwagenfahrer, der uns spontan seine Hilfe anbot und das Problem innerhalb von 10 Minuten gelöst hat. Als Dank überreichten wir ihm eine Flasche Wein, die ich damals in El Bolson gekauft hatte und schon waren wir wieder am Start. Wir konnten es kaum fassen.
In Mar del Plata angekommen wurden wir wieder auf die Probe gestellt. Etwa 600’000 Menschen leben hier und Autofahren ist noch schlimmer als in Bahia Blanca. Aber schliesslich muss ich mich wohl oder übel daran gewöhnen und mit dem halsbrecherischen Fahrstil der Argentinier klarkommen. Schliesslich sind wir auf dem Weg nach Buenos Aires mit seinen 13 Millionen Einwohnern! Nach den guten Erfahrungen mit Couchsurfing haben wir erneut eine Nachricht in der Gruppe Mar del Plata hinterlassen und haben wieder ziemlich schnell eine Antwort erhalten. Marina bot uns an, vor dem Haus ihrer Eltern zu parkieren also machten wir uns auf die Suche nach der entsprechenden Strasse. Adan erweist sich als ein super GPS! Er kapiert sofort wo wir sind, wo wir hinmüssen und leitet mich durch die immer Schachbrettförmig angeordneten Blocks. Das Viertel war okay, nicht schlecht, nicht gut, aber okay. Wir haben uns etwas mit Marina unterhalten und gingen dann zurück zum Van um die weiteren Schritte zu besprechen. Wir beschlossen, alles was nötig ist hier in Mar del Plata zu erledigen und nötig war einiges. So mussten wir erstmal unsere Kleider, den Wagen und nicht zuletzt uns selber waschen. Ausserdem hat sich die notdürftig reparierte Aufhängung wieder bemerkbar gemacht und ein Ölwechsel stand an. Nicht zuletzt sollten wir längst eines des Zündkabel ersetzen. Die Isolation war hinüber und unter Last sprang der Funke aus dem Kabel an den Motorblock anstatt über die Zündkerze.
Als erstes haben wir die Kleider in die Wäscherei gebracht, das Auto gewaschen und alles rausgeputzt, das hat uns schonmal einen halben Tag gekostet. Als wir der Besitzerin der Autowäscherei erzählt haben, wo wir schlafen, hat sie uns gewarnt, dass dies wohl die schlimmste Gegend in der ganzen Stadt sei und bot uns an im Hinterhof der Wäscherei zu parken und zu schlafen. Und zwar Gratis! Um den ganzen patagonischen Staub loszuwerden wollten wir dem Wagen auch eine Chassiswäsche gönnen, allerdings haben wir in der ganzen Stadt niemanden gefunden, der einen Lift hat um unseren 3’800kg schweren Van hoch genug anzuheben. Am Abend haben wir uns mit Fernanda getroffen, einer weiteren Couchsurferin aus Mar del Plata. Obwohl sie am nächsten Tag arbeiten musste und wir um 8 Uhr morgens einen Termin in einer Garage hatten sind wir bis 3 Uhr Morgens in einer Bar mit selbstgebrautem Bier gesessen und haben gequatscht, gegessen und getrunken. Sie hat uns übrigens bestärkt bei der Wäscherei zu parken und dass wir auf keinen Fall nochmal in der Gegend von Marinas Haus parken sollten. Dort traue sich nichtmal die Polizei hin… Also verbrachten wir die nächste Nacht im Hinterhof der Wäscherei, ruhig sicher und mit Wireless 🙂
Es kam wie es kommen musste, wir verpassten den Termin, die Garage war für den Rest des Tages ausgebucht und wir wollten bis heute Abend alles erledigt haben, bevor wir morgen früh weiter nach Buenos Aires fahren. Also haben wir Gas gegeben und wiederum durch ein paar glückliche Zufälle konnten wir innerhalb einiger Stunden alles erledigen. Das Auto hat neues Öl und einen neuen Ölfilter, der Typ der das Öl gewechselt hat, schickte uns zwei Blocks weiter um die Aufhängung zu checken. Das Problem wurde für schlappe 40 Pesos repariert und nach ein paar Anläufen konnten wir sogar ein passendes Zündkabel finden. Dies war ziemlich schwierig, da es dieses Auto hier ganz einfach nicht gibt. Ausserdem ist es eine Qual an die Zündkabel heranzukommen, der Motor liegt nämlich quasi zwischen Fahrer und Beifahrersitz und man kommt nur vom innern des Wagens an die Kabel ran. Jetzt sitzen wir wieder im Van hinter der Wäscherei bei einem wohlverdienten Bier und später treffen wir uns nochmals mit Fernanda. Morgen gehts nach Buenos Aires… das wird mir was werden. Wenn man in Argentinien Schweizermässig Auto fährt, bleibt man an der ersten Kreuzung stehen. Hier gilt: “De schnäller isch de Gschwinder” oder wer das grössere Auto hat hat Vortritt. Ich bin gespannt wie wir uns in Buenos Aires zurechtfinden.

Obwohl uns alle möglichen Leute gesagt haben, dass die Chancen die Orkas zu sehen verschwindend gering seien, konnten wir doch einen Teilerfolg erzielen. Offenbar waren die Orkas nicht hungrig genug um die Seehunde am Strand zu attackieren, aber immerhin konnten wir sie beobachten, wie sie mehrmals am Strand vorbeizogen und sich im Wasser tummelten. Ausserdem erhielten wir am Parkplatz noch Besuch von einem haarigen Gürteltier. Soweit also ein Erfolg. Die Schotterpisten auf der Halbinsel waren allerdings nicht optimal für die mittlerweile alten Reifen. Die haben schliesslich eine 20’000 Meilen Reise hinter sich und als wir endlich wieder auf dem asphaltierten Rückweg nach Puerto Madryn waren, bemerkten wir ein Holpern am Auto und bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass ein Reifen kurz davor war zu explodieren. Zum Glück hatten wir einen brandneuen Ersatzreifen am Start und das Problem war relativ schnell gelöst.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Jona und Paula und machten uns auf die Suche nach passenden Reifen. Nach einigen erfolglosen Anläufen haben wir dann endlich zwei neue Michellin Reifen erwerben können und machten uns auf den Weg nach Norden. Die Landschaft änderte sich nicht mehr so schnell und oft wie auf der Ruta 25 aber die Ruta 3 war trotzdem ziemlich eindrucksvoll. Über 100 Kilometer einfach nur geradeaus – Strasse bis zum Horizont und nur ab und zu ein kleines Dörfchen oder eine Tankstelle. Nach ein paar Stunden fahrt erreichten wir Las Grutas, ein mehr oder weniger bekannter Badeort in einer Bucht südlich von Bahia Blanca. Jedoch ist die Urlaubssaison vorüber und Las Grutas erschien ziemlich ausgestorben. Obwohl wir ziemlich schnell abgemacht haben am nächsten Tag weiterzufahren sind wir dann doch 3 Tage lang dageblieben, haben ein paar Leute kennengelernt, waren zu einem Asado eingeladen und hatten einen schönen Nachmittag am Meer.

Bahia Blanca sollte unser nächster Stopp auf unserem Weg nach Buenos Aires werden und als wir am späten Nachmittag in die Stadt hineinfuhren dachten wir erneut, hier werden wir wohl nicht lange bleiben. Autofahren in Städten erfordert echt Nerven! Einmal mehr überrannte uns die Nacht und da wir grundsätzlich nicht irgendwo mitten in einer Stadt in Argentinien am Strassenrand parken und schlafen wollen, sind wir nochmals 50km weiter nach Pehuen Co gefahren wo wir einen schönen, aber menschenleeren Campingplatz am Meer gefunden haben. Während wir über die nächsten Schritte nachdachten kam mir eine Idee. Ich lese im Moment ein Buch, das ich im Auto gefunden habe über zwei 55 jährige Amis, die mit einem Van durch ganz Nord-, Mittel- und Südamerika gefahren sind und immer wieder Mitglieder des Rotary Clubs aufgesucht haben um eine vertrauenswürdige Person vor Ort zu kennen, die einem bei grossen und kleinen Problemen helfen kann. Ich bin zwar nicht wohlhabend genug für den Rotary Club, aber ich bin ja bei Couchsurfing angemeldet! Also hab ich in der Gruppe von Bahia Blanca eine Nachricht gepostet, dass wir in der Nähe sind und einen sicheren Platz zum schlafen suchen. Innerhalb von nur wenigen Minuten erhielt ich eine Antwort von Vicky, die uns einen sicheren Parkplatz vor dem Haus ihres Chefs vermittelte. Ausserdem lud sie uns zu sich nach Hause ein wo wir zusammen mit zwei weiteren COuchsurfern aus Kolumbien bei Pizza und Bier einen super Abend hatten. Später gingen wir noch in einen Club und kamen erst um 6 Uhr zurück zum Van. Am nächsten Tag haben wir uns wiedermal auf die Suche nach Gas für den Kühlschrank und den Kochherd gemacht. Gas zu finden ist grundsätzlich ganz einfach, nur brauchen wir jemand, der uns den Tank auf illegale Weise befüllt, da wir an unserem Wagen andere Anschlüsse haben. Nach ein paar Stunden Suchen, Fragen, Weitersuchen und Weiterfragen haben wir schliesslich jemanden gefunden, der stolz erklärte, er befülle alles was man befüllen kann… Am Abend haben wir uns mit Santiago und Sole von Couchsurfing zu einem Bier verabredet und am nächsten Tag sind wir gegen mittag weiter in Richtung Mar del Plata gefahren. Bahia Blanca war schliesslich doch noch ein voller Erfolg und ein prima Erlebnis!

Nach ein paar Stunden bemerkten wir ein komisches Geräusch an der Radaufhängung, also haben wir an der nächstbesten Tankstelle mitten im Nirgendwo einen Stopp eingelegt um herauszufinden was da nicht stimmte. Zufälligerweise sah uns ein Lastwagenfahrer, der uns spontan seine Hilfe anbot und das Problem innerhalb von 10 Minuten gelöst hat. Als Dank überreichten wir ihm eine Flasche Wein, die ich damals in El Bolson gekauft hatte und schon waren wir wieder am Start. Wir konnten es kaum fassen.

In Mar del Plata angekommen wurden wir wieder auf die Probe gestellt. Etwa 600’000 Menschen leben hier und Autofahren ist noch schlimmer als in Bahia Blanca. Aber schliesslich muss ich mich wohl oder übel daran gewöhnen und mit dem halsbrecherischen Fahrstil der Argentinier klarkommen. Schliesslich sind wir auf dem Weg nach Buenos Aires mit seinen 13 Millionen Einwohnern! Nach den guten Erfahrungen mit Couchsurfing haben wir erneut eine Nachricht in der Gruppe Mar del Plata hinterlassen und haben wieder ziemlich schnell eine Antwort erhalten. Marina bot uns an, vor dem Haus ihrer Eltern zu parkieren also machten wir uns auf die Suche nach der entsprechenden Strasse. Adan erweist sich als ein super GPS! Er kapiert sofort wo wir sind, wo wir hinmüssen und leitet mich durch die immer Schachbrettförmig angeordneten Blocks. Das Viertel war okay, nicht schlecht, nicht gut, aber okay. Wir haben uns etwas mit Marina unterhalten und gingen dann zurück zum Van um die weiteren Schritte zu besprechen. Wir beschlossen, alles was nötig ist hier in Mar del Plata zu erledigen und nötig war einiges. So mussten wir erstmal unsere Kleider, den Wagen und nicht zuletzt uns selber waschen. Ausserdem hat sich die notdürftig reparierte Aufhängung wieder bemerkbar gemacht und ein Ölwechsel stand an. Nicht zuletzt sollten wir längst eines des Zündkabel ersetzen. Die Isolation war hinüber und unter Last sprang der Funke aus dem Kabel an den Motorblock anstatt über die Zündkerze.

Als erstes haben wir die Kleider in die Wäscherei gebracht, das Auto gewaschen und alles rausgeputzt, das hat uns schonmal einen halben Tag gekostet. Als wir der Besitzerin der Autowäscherei erzählt haben, wo wir schlafen, hat sie uns gewarnt, dass dies wohl die schlimmste Gegend in der ganzen Stadt sei und bot uns an im Hinterhof der Wäscherei zu parken und zu schlafen. Und zwar Gratis! Um den ganzen patagonischen Staub loszuwerden wollten wir dem Wagen auch eine Chassiswäsche gönnen, allerdings haben wir in der ganzen Stadt niemanden gefunden, der einen Lift hat um unseren 3’800kg schweren Van hoch genug anzuheben. Am Abend haben wir uns mit Fernanda getroffen, einer weiteren Couchsurferin aus Mar del Plata. Obwohl sie am nächsten Tag arbeiten musste und wir um 8 Uhr morgens einen Termin in einer Garage hatten sind wir bis 3 Uhr Morgens in einer Bar mit selbstgebrautem Bier gesessen und haben gequatscht, gegessen und getrunken. Sie hat uns übrigens bestärkt bei der Wäscherei zu parken und dass wir auf keinen Fall nochmal in der Gegend von Marinas Haus parken sollten. Dort traue sich nichtmal die Polizei hin… Also verbrachten wir die nächste Nacht im Hinterhof der Wäscherei, ruhig sicher und mit Wireless 🙂

Es kam wie es kommen musste, wir verpassten den Termin, die Garage war für den Rest des Tages ausgebucht und wir wollten bis heute Abend alles erledigt haben, bevor wir morgen früh weiter nach Buenos Aires fahren. Also haben wir Gas gegeben und wiederum konnten wir durch ein paar glückliche Zufälle innerhalb einiger Stunden alles erledigen. Das Auto hat neues Öl und einen neuen Ölfilter, der Typ der das Öl gewechselt hat, schickte uns zwei Blocks weiter um die Aufhängung zu checken. Das Problem wurde für schlappe 40 Pesos repariert und nach ein paar Anläufen konnten wir sogar ein passendes Zündkabel finden. Dies war ziemlich schwierig, da es dieses Auto hier ganz einfach nicht gibt. Ausserdem ist es eine Qual an die Zündkabel heranzukommen, der Motor liegt nämlich quasi zwischen Fahrer und Beifahrersitz und man kommt nur vom innern des Wagens an die Kabel ran. Jetzt sitzen wir wieder im Van hinter der Wäscherei bei einem wohlverdienten Bier und später treffen wir uns nochmals mit Fernanda. Morgen gehts nach Buenos Aires… das wird mir was werden. Wenn man in Argentinien Schweizermässig Auto fährt, bleibt man an der ersten Kreuzung stehen. Hier gilt: “De schnäller isch de Gschwinder” oder wer das grössere Auto hat hat Vortritt. Ich bin gespannt wie wir uns in Buenos Aires zurechtfinden.

Erdbeben, Goaparty & die sieben Seen

Was für ein Start! Nachdem ich endlich mein neues Zuhause auf Rädern in Empfang nehmen konnte, ging es zuerst zurück nach El Bolson zu Klaus und Claudia um die Versicherung zu bezahlen und die dafür notwendigen Papiere abzuholen. Die beiden sind jahrelang durch die Welt gereist und haben sich vor 5 Jahren in der Nähe von El Bolson niedergelassen. Sie besitzen ein schönes Stück Land in einem Seitental entlang der Ruta 40. Bei Klaus bin ich dann auch auf ein paar andere motorisierte Traveller gestossen. Da war ein Paar aus Deutschland mit einem alten Armeefahrzeug, eine 4 köpfige Familie aus Deutschland mit Motorrädern, ein weiteres deutsches Paar mit einem Mitsubishi mit bündner Nummernschildern und schliesslich noch Marco mit seinem abgefahrenen Bus. Der Typ hat ein altes Fahrzeug vom “Amt für technische Anlagen und Lufthygiene des Kantons Zürich” und hat auf dem ohnehin schon hohen Bus noch einen Falt-Camper installiert! Unglaublich!

In El Bolson habe ich dann erfahren, dass zwischen Bariloche und El Bolson, am Lago Guiterrez die Moon Flower Party, ein 4 tägiges Outdoor Goa Festival, stattfindet. Also hab ich schnell Adan angerufen, der noch immer im Pudu Hostel in Bariloche war und mit dem Bus nach Bolson kommen wollte und ihm vom Festival erzählt. John und Emma, die irischen Besitzer des Hostels waren auch gleich begeistert und so haben wir abgemacht, uns am Festival zu treffen. Ich habe mich also auf den Weg zum besagten Camping am Lago Guiterrez gemacht und kurz nach El Bolson hab ich dann drei Mädels aus Chile aufgelesen, die auch auf dem Weg zum Festival waren.

Die vier Tage am Festival waren einsame Spitze! Der Van ist einfach nur perfekt für ein solches Spektakel. Man muss nicht im Zelt pennen, hat einen Kühlschrank und einen sicheren Platz für seine Wertsachen. Jeden Morgen bzw. Nachmittag nach dem Aufstehen schwammen wir eine Runde im saukalten aber sehr erfrischenden See und am Abend gab es zwei Floors, gemütlich eingerichtete Stände mit Essen und Trinken, eine Bar mit lokal gebrautem Bier und einen Haufen cooler Leute!

Die Party wurde überschattet vom unglaublichen Erdbeben, das sich über Nacht an der Pazifikküste, nur wenige 100 Km von der Chilenischen Küste und etwa 800 Km nordwestlich des Festivals ereignet hatte. Offenbar hat man das Beben auch hier gespürt, ich hab allerdings fest geschlafen und davon vorerst nichts mitgekriegt. Erst am nächsten Tag erzählten mir unsere neuen Freunde aus Chile von dem Erdbeben und dass niemand weiss wann und wie sie wieder nach Chile zurückkommen, geschweige denn, wie es deren Freunden und Familien ergangen ist. Wir sind dann einmal zurück nach Bariloche gefahren um Nahrung zu kaufen und all die besorgten Emails und SMS zu beantworten, die wir in der Zwischenzeit erhalten haben. Da hab ich dann zum ersten Mal die schrecklichen Bilder der Zerstörung gesehen. Vermutlich werde ich mir in ein paar Wochen selber ein Bild von Chile machen können.

Zurück von der Party schauten wir erneut im Pudu Hostel in Bariloche vorbei um Adans restliches Gepäck abzuholen und uns von John und Emma zu verabschieden. Wir machten uns dann auf den Weg nach Norden zu der sogenannten Tour der sieben Seen und kurz nach Bariloche trafen wir erneut auf einen unseren chilenischen Freunde, den wir am Festival kennengelernt hatten, der am Strassenrand auf eine Mitfahrgelegenheit wartete. Wir haben ihn schliesslich bis kurz vor die chilenische Grenze mitgenommen und sind dann nach Norden abgebogen, auf die Schotterpiste nach San Martin de Los Andes.
Viele Strassen in Argentinien sind “Ripio” also Schotterpisten, Fast nur die Hauptverbindngen zwischen den Grossstädten sind geteert und auch die sind meistens in ziemlich schlechtem Zustand. Es heisst also Augen auf auf den Strassen von Argentinien. Des Nachts sollte man aufs Fahren besser ganz verzichten. Die Strassen sind eng, viele fahren betrunken und/oder ohne Licht! Ich werd nur noch tagsüber fahren, sonst werd ich an der Karre nicht lange Freude haben.
Via San Martin fuhren wir gemütlich, vorbei an grossen und kleinen Seen durch Täler und über kleine Pässe nach Junin de Los Andes, in der Nähe vom Nationalpark Lanin, benannt nach dem gleichnamigen Vulkan an der Grenze zu Chile. Bei der Ankunft sah es noch ziemlich bitter aus, es war bewölkt und die Parkwächter warnten uns vor einem aufziehenden Sturm. Ausserdem gab es am Vortag offenbar noch ein ziemlich starkes Nachbeben, weshalb viele der Wanderwege geschlossen wurden und auch einige Strassen durch umgestürzte Bäume unpassierbar waren. Man riet uns davon ab, zu Nahe an Bäumen zu Campen, da diese bei einem weiteren Nachbeben womöglich umstürzen konnten. Wir fuhren also über die noch schlechtere Strasse um den Lago Huechulafquen zu einem Campingplatz am See mit einem Strand aus schwarzem Vulkansand. Bereits in der Nacht klärte sich der Himmel auf und wir konnten die Sterne sehen.

Am nächsten Tag war der Himmel wolkenlos und es bot sich eine atemberaubende Sicht auf den Vulkan Lanin. Es war einfach unglaublich. Am späteren Nachmittag fuhren wir zurück nach Junin de Los Andes und wollten eigentlich wieder zum Nationalpark zurückfahren, da diesmal aber echt dunkle Wolken aufzogen, entschieden wir uns, wieder Richtung Bariloche zu fahren. Die Landschaft da ist einfach unglaublich vielfältig und ändert sich ständig. Von üppigen Wäldern und bewaldeten Hügeln zu zerklüfteten Felsformationen über trockene Steppen. Als es dunkel wurde, haben wir auf einem Parkplatz angehalten, gegessen, Karten gespielt und bei ein paar Bier und Cuba Libres Southpark geschaut. Heute morgen haben wir die letzten 50 Kilometer zurück nach Bariloche in Angriff genommen und jetzt sitzen wir wieder bei unseren Freunden John & Emma im Pudu Hostel und beraten die nächsten Schritte. Das nächste grosse Ziel wird Buenos Aires sein. Dazwischen werden wir aber voraussichtlich nochmal nach Puerto Madryn zur Halbinsel Valdés fahren, denn jetzt ist Orka Saison. Mit etwas Glück kann man die riesigen Orkas dabei beobachten, wie sie Seehunde am Strand angreifen! Das wollen wir uns nicht entgehen lassen!

die lange Zeit des Wartens ist vorbei…

Mein letzter Eintrag ist schon eine Weile her und in der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Aber schön der Reihe nach.

Eigentlich wollte ich meine Wartezeit in Bariloche nutzen um zur Schule zu gehen. Nach einer Woche habe ich jedoch festgestellt, dass ich mehr lerne, wenn ich einfach mit den Leuten rede, als wenn ich zur Schule gehe. Also musste ich die Zeit bis mein Auto ankommt irgendwie anders überbrücken. In der Schule hab ich mehr Schweizer getroffen, als bisher auf meiner ganzen Reise und fürs Wochenende haben wir eine Schweizer Invasion in El Bolson geplant. Zusammen mit Vincent und Carole aus Genf, Janos und Rahel aus Bern und Marie aus Belgien sind wir über das Wochenende nach El Bolson gefahren. Da gab es ein Käsefondue, eine Pokernacht und einen schönen Tag am Markt, bevor wir uns wieder alle getrennt haben und alle ihre eigenen Wege gingen.

Da ich noch weitere zwei Wochen auf das Auto warten musste, wollte ich endlich mal Couchsurfing nutzen. Schliesslich hab ich bisher nur Leute bei mir zu Gast gehabt, also höchste Zeit um endlich mal die andere Seite von Couchsurfing zu erfahren. Katharina aus Deutschland, die wir im Hostel kennengelernt haben war zwar bei CS angemeldet, hat sich aber noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt. Durch Sofy, die Besitzerin des Hostels in El Bolson haben wir den Kontakt von Valeria in Bariloche erhalten und durften für 4 Tage ihre Gäste sein. Tagsüber haben wir Tagesausflüge zum Cerro Campanero oder zur Playa Bonita am Lago Nahuel Huapi gemacht und am Abend haben wir zusammen mit Valeria gekocht, gegessen und gequatscht. Natürlich immer in Spanisch! Das war um Welten effizienter als die Spanischschule.

Zusammen mit Marie haben wir uns zu dritt auch einmal ein Auto gemietet und sind in den Nationalpark zum Lago Roca gefahren. Der Ausflug war wirklich spitze, abgesehen davon, dass uns um ein Haar das Benzin ausging. Wir haben es wohl mit dem allerletzten Tropfen wieder zur nächsten Tankstelle geschafft. Ein hilfsbereites älteres Paar ist uns den ganzen Weg gefolgt. Falls wir stehengeblieben wären, hätten die uns freundlicherweise abgeschleppt. Die Argentinier sind wirklich supernett und sehr hlifsbereit.

Seit einer Woche bin ich jetzt im Pudu Hostel in Bariloche. Das ist wohl das beste Hostel-Erlebnis, das ich bisher auf meiner Reise hatte. John und Emma aus Irland führen das Hostel, schenken lokal gebrautes Bier aus und kümmern sich hier rührend um die Gäste. Das Hostel ist sauber und hat einen gemütlichen Garten mit Seesicht, Hängematten und nicht zuletzt wohnen hier zwei Figuren, die echt einmalig sind. Mick aus Irland und Adan aus Tenerifa. Durch die Hostelbesitzer und die zwei Jungs fühl ich mich hier echt wie zu Hause. Adan spricht natürlich auch fliessend Spanisch und war mir eine grosse Hilfe bei meinen Vorbereitungen um endlich das Auto zu übernehmen.

Da es für mich als Ausländer gar nicht erst möglich ist ein Auto zu kaufen musste ich mir etwas anderes überlegen. Nach langem Suchen im Internet habe ich eine für einen Schweizer zwar etwas schräge, aber trotzdem eine effiziente Methode entschieden. Eine grosse Hilfe war auch Klaus aus Deutschland, der seit einigen Jahren in der Nähe von El Bolson lebt. Irgendwie musste ich aus dem US- Auto ein Schweizer Auto machen. Also hab ich mir eine digitale Kopie eines CH Fahrzeugausweises besorgt und eine Vorlage für ein CH Nummernschild. Photoshop hat den Rest erledigt und nun hab ich hier ein Schild aus Metall, darauf einen Sticker mit der Nummer ZH FCH 82 sowie der CH und der ZH Flagge und ein braunes Stück Papier, das einem Schweizer Fahrzeugausweis verblüffend ähnlich sieht. Vor zwei Tagen ist Matt, der mir den Wagen verkauft, endlich in Bariloche eingetroffen und gestern haben wir es gewagt und aus dem Ami-Schlitten ein Schweizer-Wohnmobil gemacht 😀

Mit den US Schildern haben wir Argentinien bei Villa de la Angostura verlassen und zwischen den beiden Grenzposten (da gibts 40km Niemandsland) die Schweizer Schilder angemacht. Mit diesen Schildern und meinem falschen Fahrzeugausweis sind wir dann nach Chile eingereist. Null Problemo! Das einzige was sie sehen wollten war das Auto und die ganze Einrichtung, weil es sowas in Argentinien offenbar nicht gibt. Die waren ziemlich beeindruckt am Zoll während mir die Knie gezittert haben. Einige Stunden später sind wir auf dem selben Weg wieder zurückgefahren und jetzt ist das Auto offiziell, bzw. so offiziell es hier halt geht, ein Schweizer Fahrzeug!

Zusammen mit Adan werd ich mich in ein paar Tagen auf die Socken Richtung Buenos Aires machen! Woohoo