von Bariloche nach Puerto Madryn
Ronny | 13. März 2010Ich bin nun seit über 100 Tagen in Argentinien und hab noch nicht annähernd genug von dem zweitgrössten Land Südamerikas. In den letzten Tagen haben wir über 1000 km zurückgelegt und sind einmal quer durch Patagonien nach Puerto Madryn an der Atlantikküste gefahren.
In Bariloche haben wir zwei alte Bekannte von Adan getroffen. Jona und Paula, zwei “Artesanos”, die sich durch den Verkauf von selbstgemachtem Schmuck und Armbändern über Wasser halten und von Stadt zu Stadt ziehen um Ihre Produkte am Markt zu verkaufen. Da die zwei auch nach Puerto Madryn wollten haben wir sie kurzerhand mitgenommen. Jona ist seit sage und schreibe 5 Jahren auf Achse und als er sein zu Hause in Buenos Aires verliess hatte er gerade mal 20 Argentinische Pesos (ca. 5 Franken) im Sack. Von Buenos Aires aus ist er durch das nördliche Argentinien, durch Bolivien nach Brasilien, über den Amazonas nach Manaus und von da aus nach Venezuela gereist. Dort hat er seine Freundin Paula kennengelernt und so sind die beiden wieder bis nach Argentinien gereist. Und das alles quasi ohne Geld. Unglaublich!
Von Bariloche aus sind wir zuerst bis zum Lago Epuyen gefahren, wo wir dann auch gleich 3 Nächte lang geblieben sind. Wir haben einen privaten Camping direkt am See gefunden der uns schlappe 5 Pesos pro Nacht gekostet hat. Danach fuhren wir nach Esquel und verliessen dann die Ruta 40 und nahmen die Ruta 25 nach Osten. Die Landschaft war atemberaubend und änderte sich ständig von kleinen Hügeln über felsige Schluchten, ausgeprägte Steppen und Tafelberge wie im Monument Valley. An einem Stausee am Rio Chubut machten wir über Nacht halt um am nächsten Tag weiter nach Trelew und von da aus nach Punta Tombo zu fahren wo es die grösste Kolonie von Magellan Pinguinen auf der ganzen Welt gibt.
Nun sind wir wieder in Puerto Madryn in der Nähe der Halbinsel Valdes wo wir hoffentlich bald ein paar Orkas zu Gesicht bekommen. Doch zuerst mussten wir uns heute um ein paar Kleinigkeiten am Auto kümmern. Wir haben die Bremsbeläge ersetzt, Harz und Glasfasern gekauft, um die verlixte Klappe auf dem Dach des Autos zu reparieren bevor der nächste Regen kommt und wiedermal jemanden gefunden, der uns illegal den Gastank aufgefüllt hat und sind nun bereit um auf die Orkas zu warten







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