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Zürich – London – Sao Paulo – Buenos Aires

Der Abschied fiel schwer, sehr schwer. Meine Mama brachte mich in Zürich zum Flughafen und Marie begleitete uns. Mir machte noch immer die kurze Nacht von Freitag auf Samstag zu schaffen. Ich traf noch ein paar Freunde zu einem letzten gemeinsamen Abschiedstrunk im Revier. Unter Tränen und mit vielen Drinks habe ich mich von all meinen Freunden verabschiedet. Und nach etwa 3 Stunden Schlaf musste ich mich bereits wieder mühsam aus dem Schlaf kämpfen. Nachdem ich die Passkontrolle hinter mir hatte ging es mir allerdings entscheidend besser.

London ist irgendwie schräg. So richtige Freunde wurden die Stadt an der Themse und ich bis zuletzt nicht. Der öffentliche Verkehr ist völlig überlastet und extrem teuer. Ziemlich teuer war auch die Unterkunft im Generator Hostel in der Nähe vom Russell Square. Vom Essen mag ich lieber gar nicht erzählen. Es war gelinde gesagt widerlich.

Meine Ankunft versüsst und meine Einsamkeit gelindert hat Julie, die seit etwa zwei Jahren in London lebt. Wir haben uns zu einer Tasse Tee verabredet und uns etwas die Stadt angeschaut. London ist einfach riesig, aber sobald man versteht wie die U-Bahn, the Tube, funktioniert kommt man ziemlich schnell vorwärts. Allerdings sind die Wagen oft überfüllt. Ich hab mir sagen lassen, dass der durchschnittliche Londoner etwa eine Stunde Arbeitsweg hat, und man am morgen gut und gerne bis zum dritten Zug warten muss, bis man sich einen Platz ergattert. Die Gratis Zeitung titelte: “Overfilled tube turns Londoners into selfish animals”.

Ausserdem habe ich natürlich John getroffen, unseren ersten Couchsurfing Gast der von St. Louis mittlerweile nach London gezogen ist. Er hatte zwar wenig Zeit, aber trotzdem trug er einen guten Teil dazu bei, mich auf Moneygram point meine bevorstehende Reise vorzubereiten. Er empfahl mir, möglichst viele Couchsurfing Meetings zu besuchen und neue Kontakte zu knüpfen.

Am Montag Abend spielte Melanie Pain im Jazz Cafe in Camden Town. Da ich mir bereits im voraus einen Tischplatz auf dem Balkon reserviert hatte, konnte ich das Konzert mit erstklassiger Sicht auf die Bühne geniessen. So etwas wie das Jazz Cafe bräuchte es auch in Zürich. Ich war erstaunt, dass auch Rhazel oder Tori Amos dort spielen. Die Location ist zwar klein, aber sehr hübsch. Es gibt eine kleine Bühne, mehrere kleine Bars und einen Balkon mit Esstischen und Sofas. Kostet zwar eine Kleinigkeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Heute hab ich mir noch die obligatorischen Sehenswürdigkeiten Londons angeschaut. Das Parlamentsgebäude mit dem Big Ben, den Buckingham Palace und die Themse mit dem Eye of London und nicht zu vergessen den Camdon Town Market. Der “Change of the Guards” fand genau heute nicht statt, aber an diese Zeremonie mag ich mich noch erinnern, als wir vor etwa 10 Jahren mit den Eltern in London waren. Der Park vor dem Buckingham Palace war dafür voll von zutraulichen Eichhörnchen, Pelikanen und natürlich haufenweise Tauben.

Vor dem Abflug gabs noch einen Kaffee mit John, bevor ich mich zum Londoner Heathrow Airport begab wo ich jetzt für ein letztes teures Bier meine letzten Pounds ausgegeben habe. In 5 Minuten gehts zum Check in und in etwa 22 Stunden wartet Buenos Aires auf mich…

Buenos Aires

Der Flug nach Sao Paulo war eine Tortur. Hinter mir sass ein kleines Mädchen, das ich nach ein paar Stunden am liebsten draussen auf die Tragfläche des Flügels gesetzt hätte. Die ganze Zeit hat die rumgestänkert, mir von hinten in den Sitz getreten und mir so den Schlaf geraubt. Das Essen war natürlich miserabel, aber ich Vergleich zu London eigentlich ganz Okay 😉

In Sao Paulo hatte ich 8 Stunden auf den Anschlussflieger zu warten. Das Unterschätzt man relativ schnell. Im Prinzip heisst das einen ganzen Arbeitstag lang einfach nur warten. Essen und Trinken wird einem natürlich nur zu astronomischen Preisen verkauft und – ganz genau – das Essen war scheusslich. Immerhin stellte sich schnell heraus, dass ich nicht ganz der Einzige war, der auf seinen Anschlussflug warten musste und so konnte ich die Zeit gemeinsam mit Nora aus Deutschland totschlagen. Sie fährt für ein paar Wochen nach Buenos Aires und besucht ihren Bruder, der dort seit ein paar Jahren lebt. Wir sehen uns bestimmt mal noch auf ein Bier.

Nach gefühlten 4 Tagen am Flughafen in Sao Paulo konnten wir endlich an Bord gehen und nach gut zwei Stunden tauchte die Mega Metropole Buenos Aires unter uns am Boden aus. Aus der Luft sieht man erst wie riesengross diese Stadt ist. Hier Leben etwa doppelt so viele Menschen in einer Stadt wie in der Schweiz im ganzen Land!!

Zusammen mit Jonathan aus Deutschland, meinem potenziellen Reisepartner für die nächste Zeit, ging es gleich raus in die Stadt. Er ist bereits seit Sonntag hier und kennt sich bereits etwas aus. Mit der Subte (U-Bahn) gingen wir nach Palermo – das Ausgehviertel – auf ein paar Bier und Drinks. Alles ist unglaublich günstig und die Menschen sind ausserordentlich freundlich und gut gelaunt. Ziemlich gut getränkt kamen wir mitten in der Nacht zurück ins Hostel. Und da hatte ich etwa eine ganze Menge Schlaf aufzuholen.

Alles in Allem ein echt gelungener Start! Ich schlaf jetzt erst mal noch einen Tag lang….

Geburtstag mit Rodrigo y Gabriela (noch 9 Tage)

Das war ein Tag gestern! 😀

Zuerst der Einstieg in den Geburtstag um Mitternacht bei Martin in der neuen Wohnung mit einem leckeren Bierchen und einer herzlichen Gratulation. Danach ging es gleich weiter noch kurz ins Mascotte ans Karaoke from Hell.

Am morgen im Büro wurde ich mit einem schönen Blumenstrauss beschenkt und wurde dann unter einem Vorwand in die Cafeteria gelockt, wo man mir Kuchen und Geschenke übergeben hat. Das ganze wurde dann sogar noch mit einem Schluck Limoncello begossen 😎

Meine lieben Mitarbeiter haben gesammelt und gespendet und haben mir eine Digitalkamera geschenkt! Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer brandneuen Canon Powershot G11 inklusive einem Gorillapod Stativ, einer Tasche und einer schnellen 16GB Speicherkarte! Ich freue mich riesig über das tolle Geschenk! Die Kamera ist einfach super! Sie nimmt im automatischen Modus schon sehr gute Bilder auf, und mit den manuellen Einstellungen ist so ziemlich alles möglich, was das Fotografenherz begehrt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an all die lieben Leute aus dem Büro.

Nach der Arbeit ging es dann sofort mit dem Auto nach Lausanne. Die Fahrt dauerte über 2 Stunden und die veraltete GPS Software wusste offenbar noch nichts von der neuen Autobahn zwischen Bern und Lausanne was dazu führte dass wir ab Bern ziemlich an jeder Ausfahrt ein “Bitte wenden” anhören mussten.
Immerhin kannte sich die Frau im GPS in Lausanne einigermassen aus und führte uns auf direktem Weg zu der Konzert Location Les Docks. Die Vorband (kann man einen einzelnen Artisten Vorband nennen?) war bereits voll im Element. Wallis Bird aus Irland hat echt was drauf! Aber natürlich warteten alle im Saal auf Rodrigo y Gabriela. Auch Jilly, eine ehemalige Arbeitskollegin bei der IBM war dort. Der Tag war einfach perfekt!

Die beiden haben viele Songs vom neuen Album 11:11 gespielt, aber natürlich wurden auch die altbekannten Songs wie Orion oder Tamacun zum besten gegeben.
Es war wirklich ein gelungener Abend und irgendwie die Krönung hier in der Schweiz vor meiner Abreise, die immer näher rückt. Auf der Heimfahrt hat es uns allerdings geblitzdingst, weil wir etwas zu schnell unterwegs waren, aber das war ja bereits nach Mitternacht und konnte meinen Gaburtstag somit auch nicht trüben. Und wenn ich den Ausweis abgeben müsste… so what? Das interessiert in Südamerika wohl niemanden 😎

Geburtstag mit Rodrigo y Gabriela

Heute kam endlich das ersehnte Mail von rodgab.com mit den neuen Tourdaten. Zu meiner Freude hab ich festgestellt, dass sie an meinem Geburtstag in Lausanne spielen! Wie geil ist das denn?!? 😀 Und das zwei Wochen vor meiner Abreise! Wohooo

Nur hab ich Unterstützung bei der Bestellung der Tickets gebraucht, da es die Seite von FNAC ausschliesslich in Französisch gibt… zum Glück gibts bei uns Fremdsprachiges Personal…

Blueballs zum Zweiten – John Fogerty

Gestern war gleich nochmal das Blueballs Festival in Luzern angesagt. Eigentlich hat mein Vater die Tickets zum Geburtstag geschenkt bekommen, konnte aber leider nicht selber hingehen. So hatten Marie und ich die Ehre John Fogerty live rocken zu sehen. Der hat seinen 64 Jahren zum Trotz den Laden richtig gerockt und natürlich alle bekannten CCR Songs wie Proud Mary oder Bad Moon Rising zum besten gebracht. Er versprach dann auch gleich nach der Begrüssung, dass dies seine lägste Rede heute Abend werden sollte. Danach haben Sie nur noch durchgespielt. Das Alter des Publikums reichte von 16 bis 100 😉 und auch die älteren Semester hatten sichtlich Ihren Spass.

Da mein Vater nicht selber ans Konzert gehen konnte hab ich ihm wenigstens zwei CD’s mitgebracht, eine davon mit einer Bonus DVD. So kann er wenigstens daheim etwas Konzertfeeling geniessen

Rodrigo y Gabriela am Blueballs Festival

Gestern ging endlich das langersehnte Konzert von Rodrigo y Gabriela am Blueballs Festival in Luzern über die Bühne und es war absolut geil! Zwar haben Sie als Vorband von Gary Moore nur etwa 45 Minuten gespielt, dafür aber richtig gut. Es gab auch einen kleinen Vorgeschmack auf das neue Album, das im September rauskommt. Ausserdem haben Sie angekündigt, dass sie im November nochmal in der Schweiz ein Konzert geben. Das passt dann genau noch rein, bevor für mich die Reise losgeht.

Weitere Bilder gibts hier